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Kommentar zu: VT-Chef greift Stadt und Stadtsportverband an

Meinung : Wirklich lieber auf eigene Faust?

Der VT-Chef will seinen Verein nicht vom Stadtsportverband vertreten lassen. Warum tritt die Vereinigte Turnerschaft dann nicht einfach aus? Ein Kommentar.

Es ist stimmt nicht, dass die Vereine keinen Einblick in den IKPS-Bericht „Sport und Bewegung in Kempen 2035“ und die Priorisierungslisten der Stadt hatten. Beides ist seit Ende März öffentlich verfügbar und musste daher nicht vom Stadtsportverband bereitgestellt werden. Man hätte es einfach nur abrufen müssen.

Für VT-Chef Detlev Schürmann steht dennoch fest: Er möchte lieber direkt mit der Verwaltung reden, also hat der SSV keine Daseinsberechtigung. Dass andere, besonders kleinere Vereine ohne eigene Geschäftsstelle für die Zuarbeit und ein gebündeltes Vertreten der Vereinsinteressen dankbar sind – geschenkt. Aber was hindert die Vereinigte Turnerschaft daran, aus dem SSV auszutreten? Kein Verein ist schließlich gezwungen, Mitglied zu sein. Nur würde man dann wohl auch nicht mehr auf Fördergelder zugreifen können, die über den SSV beantragt werden.

stefanie.keisers@wz.de