Kempen: Einsatz für ein jeckes und sauberes Kempen

Kempen: Einsatz für ein jeckes und sauberes Kempen

22 Mitarbeiter der Firma Schönmackers entsorgten von 6 bis 23 Uhr Müll und Glas.

Kempen. Für die einen ist es das reine Vergnügen, für die anderen schlichtweg Arbeit: 22 Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens Schönmackers waren am Rosenmontag von etwa 6 bis 23 Uhr im Einsatz. Doch ganz so schlimm kann die Arbeit nicht sein. Denn: „Wir finden jedes Jahr genügend Freiwillige, die sich melden, obwohl wir am Rosenmontag normalerweise frei haben“, sagt Christian Schulze, Disponent des Kempener Unternehmens, im Gespräch mit der WZ.

Bleiben wir noch kurz bei den angenehmen Momenten des Tages für die fleißigen Saubermänner. Um 6 Uhr morgens hat Schulze seine Leute mit Brötchen und Kaffee versorgt, bevor es an die Arbeit ging. Im Laufe des Tages wurden dann Brötchen mit Wurst ausgeteilt und in der Nacht gab’s Getränke, Brötchen mit Spießbraten oder ähnlich nahrhaftem Belag. Die Versorgung sei auch nötig, so Schulze, da die Männer während ihrer Schicht „keine Zeit haben, sich etwas zu essen zu organisieren“. Finanzielle Zulage und ein Freizeitausgleich gehörten logischerweise auch noch zum besonderen Dienst dazu.

Nach dem Frühstück, also gegen 6 Uhr, haben die ersten Schönmackers-Mitarbeiter 25 Behälter im Stadtgebiet verteilt, die für eine Glas freie Altstadt sorgen sollten. Sie wurden im Laufe des Tages mehrmals von zwei Mitarbeitern ausgetauscht. Zwei Stunden später, gegen 8 Uhr, wurden zehn große, grüne sogenannte Absetzbehälter verteilt. „Dort konnten die Zugteilnehmer ihren Müll wie beispielsweise große Kartonagen entsorgen“, erläutert Schulze. Die Behälter fassen sieben Kubikmeter Abfall.

Ein großes Aufgebot an Leuten und Maschinen bildete den Abschluss des Kempener Karnevalszuges. Zehn Vorkehrer haben den Müll so zusammengekehrt, dass er später von den Fahrzeugen aufgenommen werden konnte. Direkt hinter den Männern folgten im Schritttempo zwei Müllfahrzeuge, in die die Vorkehrer großen Anfall werfen konnten. Danach sorgten zwei Großkehrmaschinen und anschließend noch drei Kleinkehrmaschinen für eine saubere Altstadt.

Aber auch nachdem der Zug sich aufgelöst hatte, war der Job für die Schönmackers-Mitarbeiter nicht getan. Denn an der Köhlerhalle am Sporthotel wurde weitergefeiert. Und auch dort musste für Sauberkeit gesorgt werden.

Christian Schulze hat die Arbeit seiner Leute am gestrigen Tag koordiniert. „In enger Absprache mit dem Ordnungsamt und auch der Bundespolizei“, so der Disponent. Die habe beispielsweise Hinweise gegeben, wenn am Bahnhof die Glasbehälter geleert werden mussten. „Die Beamten haben die auswärtigen Gäste am Bahnhof empfangen und auf das Glasverbot hingewiesen. Da war uns klar, dass dort viel Glas anfallen würde.“

Schönmackers war in den jecken Tagen nicht nur in Kempen, sondern auch in Nettetal. Bracht, Brüggen, Anrath und Kevelaer fürs Kehraus nach den Zügen verantwortlich.