Das Parken soll moderner werden

Das Parken soll moderner werden

Die CDU will neue Technik und Tarife einführen. So sollen die Parkflächen in der Stadt besser ausgelastet werden.

Ratingen. P wie Parken, P wie Probleme: Wer sein Parkticket in Ratingen bezahlen will, kann das bisher nur mit passendem Bargeld tun. Das klingt nach Service-Wüste und längst vergangenen Zeiten. Das ist weder zeitgemäß noch kundenfreundlich, sagt auch die CDU-Fraktion und bittet deshalb die Stadtverwaltung, die mit Blick auf die Fertigstellung des Rathauses geplanten Erneuerungen der parktechnischen Anlagen vorzustellen.

Gerold Fahr, CDU-Fraktionsvize

Das soll nicht nur die Parkhaus-Tiefgarage im neuen Rathaus betreffen, sondern auch die übrigen Parkhäuser. „In der Darstellung soll es vor allem um eine Service- und Produktangebotsverbesserung für die Ratinger Bürger und Beschäftigten gehen“, erklärt Ewald Vielhaus, CDU-Fraktionsvorsitzender. Mit einer modernen Technik könnten bargeldlose Bezahlsysteme, kontaktlose Registrierung und automatisierte Abrechnung für registrierte Nutzer realisiert werden. „Außerdem würden neue Tarifmodelle helfen, eine bessere Verteilung der Auslastung zu erreichen“, ergänzt Gerold Fahr, CDU-Fraktionsvize: „Vor allem samstags ab spätem Vormittag sind die Parkhäuser regelmäßig überlastet. Mit der neuen Technik könnten wir zusätzlich zu dem Sieben-Tage-Ticket ein preiswerteres Wochenticket für Beschäftigte ohne Samstagsnutzung anbieten, das nur von Montag bis Freitag gültig ist.“

Interessant wäre auch eine Preisstaffelung mit zum Beispiel günstigeren Tarifen für Bewohner der Innenstadt und ein pauschales Abend-/Nacht-Ticket für 16 bis 8 Uhr zur Einzelnutzung. Für die übrigen Dauerparker erscheint im Gegenzug eine moderate Preiserhöhung nach Modernisierung und Angebotsausweitung des Parkangebotes marktgerecht möglich. In dem Antrag weist die CDU-Fraktion auch auf das besonders benutzerfreundliche und moderne System „Apag“ der Stadt Aachen hin.

Auf einer Website und App wird unter anderem auf die aktuelle Belegung, die Verkehrssituation der umliegenden Straßen und auf Ticketangebote mit abgestuften Preisen, zum Beispiel. „Parken 24 Stunden.“ und „Job-Parken“ hingewiesen. „Möglicherweise ergibt sich ja eine interkommunale Zusammenarbeit mit der kommunalen Gesellschaft der Stadt Aachen. Die Apag bietet auch die Parkhausbewirtschaftung an“, lautet eine Idee der CDU-Fraktion. „Wir möchten auch, dass der Internetauftritt zum Thema Parken in der Stadt Ratingen überarbeitet wird“, betont Vielhaus. „Bürger finden hier nämlich weder ein Preismodell für Dauerparker noch einen Ansprechpartner für Ratinger Bürger und Beschäftigte.“

Die Verwaltung soll in einer Vorlage für den Bezirksausschuss Ratingen Mitte Vorschläge für die Umsetzung zur Diskussion darstellen. Zudem gibt es im politischen Raum eine Diskussion darüber, wie viele neue Parkhäuser die Stadt tatsächlich braucht. Fest steht, dass die Technik standortübergreifend kundenfreundlich sein sollte.

Die alte Tiefgarage im ehemaligen Hertie-Haus mit rund 200 Stellplätzen bleibt vorerst bestehen. Der Abriss der kompletten Immobilie ist für das kommende Jahr vorgesehen, berichtete Jochen Kral, der Technische Beigeordnete der Stadt