Autorenwettbewerb: Buch ist da

„Mein Ratingen 2015“ — unter diesem Titel haben Ratinger 31 Beiträge geschrieben. Diese sind jetzt in einem Sammelband zu lesen.

Ratingen. Nun ist es da, das Buch zum großen Autoren-Wettbewerb: Unter dem Motto „Mein Ratingen 2025“ hatte die Dumeklemmer-Stiftung Ratingen im Februar erstmals zu einem Autorenwettbewerb aufgerufen. In der Folge schrieben die Menschen, die in Ratingen leben oder sich mit der Stadt verbunden fühlen, in kurzen Geschichten ihre Träume und Visionen nieder, ihre romantischen, fantastischen oder praktischen Vorstellungen, Hoffnungen und auch Befürchtungen.

Das Ergebnis: Ratingen hat ein beeindruckendes Spektrum an Individualität und Gemeinsinn zu bieten. 31 Beiträge wurden von der Dumeklemmer-Stiftung in einem Sammelband zusammengefasst und belegen die kreative Vielfalt in der Dumeklemmer-Stadt. Die Anthologie ist im Ratinger Campaign House-Verlag erschienen, kostet 9,90 Euro und wurde erstmals anlässlich der „Meile des Ehrenamtes“ verkauft. Das Werk ist nun überall im Buchhandel erhältlich.

Mit dem Autorenwettbewerb wollte die Stiftung das Kulturgut Sprache stärken und die Menschen fürs Schreiben begeistern. Der Wettbewerb entspricht dem Stiftungszweck, der die Förderung von Bildung und Teilhabe vorsieht. Bereits seit einigen Jahren betreibt die Dumeklemmer-Stiftung in der Ratinger City sowie in Ratingen West zwei Bücherboxen. Ein Bücherangebot nach dem Motto „Geben und Nehmen“ — damit schafft sie einfache Zugänge zum Kulturgut Buch.

Die Dumeklemmer-Stiftung wurde 2011 von der Stadt, von Bürgern, Handwerksbetrieben und Unternehmen gegründet. Sie versteht sich als Dienstleister und Förderer des Gemeinwohls. Sie hat die Aufgabe, Menschen und Ideen, die die Stadt Ratingen voranbringen, zusammen zu führen.

Die Dumeklemmer-Stiftung unterstützt die Arbeit in den Bereichen Erziehung und Bildung, Arbeit mit Flüchtlingen und Integration sowie Kunst und Kultur. Sie ist zudem Ansprechpartner für Projekte in den Bereichen Bildung und soziale Teilhabe.

Ein Rückblick auf die Arbeiten der Preisträger: Auf dem Düsseldorfer Flughafen dürfen nur noch solargetriebene Elektroflugzeuge landen. Das Verbot von Kerosin macht Flugreisen sehr teuer und hat den Airport auf eine ökonomisch sinnvolle Größe schrumpfen lassen. Das beruhigt Ratingen, hilft der Natur, nicht aber dem Austausch mit der chinesischen Partnerstadt Wuxi. Mit einem im Jahr 2025 geschriebenen Brief an die chinesischen Freunde zur Vorbereitung der 20-Jahr-Feiern der Städtepartnerschaft 2027 wurde Jürgen Oestereich, Sprecher der „Agenda 21 Ratingen“, Sieger des Wettbewerbs 2017. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.

Den zweiten Platz und damit 500 Euro olte Caroline Streckmann mit „My home(town) is my castle“: Verstohlen wischt eine junge Frau eine Träne weg. Damals war dieses Haus das Schloss ihrer ersten zehn Lebensjahre. Die Erinnerungen überwältigen sie nach wenigen Schritten. Etwas später kommt spontan die Zukunft hinzu.

„Wohlfühlen/Willkommen in Ratingen — Ausblick 2025“, heißt die Überschrift über dem dritten Platz, für den es immerhin noch 300 Euro gibt. Er wird belegt durch Dr. Denise Deck. Sie sieht unter dem Wettbewerbstitel „Mein Ratingen 2025“ sämtliche kleinen und großen Probleme als gelöst an. Beruhigend.

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