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Bezirksvertretung Süd: Mehr Ruhe durch Tempo 30?

Bezirksvertretung Süd: Mehr Ruhe durch Tempo 30?

Siemensstraße: Bezirksvertreter diskutierten Anwohner-Klagen.

Krefeld. Noch keine Entscheidung gibt es darüber, ob die Siemensstraße südlich des Voltaplatzes eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern bekommt oder nicht. Anwohner hatten dort über ein zu hohes Verkehrsaufkommen mit Durchgangs- und Abkürzungsverkehren geklagt (die WZ berichtete).

Michael Hülsmann vom Fachbereich Tiefbau erklärte auf der Sitzung der Bezirksvertretung Süd, dass nach Verkehrserhebungen und aktuellen Fakten sowie mehreren Besichtigungen der Verkehrsschau kein zwingender Handlungsbedarf für eine Geschwindigkeitsbegrenzung oder ein Lkw-Verbot besteht. Hülsmann: "Die gemessenen Geschwindigkeiten zeigen keine große Anzahl von Übertretungen, und von einem überhöhten Lkw-Anteil kann keine Rede sein." Außerdem sei die Unfallsituation auf der Siemensstraße seit Jahren nicht auffällig.

Beschwerden gibt es über lärmende Jugendliche beispielsweise auf dem neu gestalteten Weg zur Kurt-Tucholsky-Gesamtschule. Mathias Schütze vom Fachbereich Bürgerservice regte an, in aktuellen Fällen sogleich Ordnungsamt oder Polizei anzurufen. Gleiches gilt auch für ein Gebäude an der Gladbacher Straße. Dort vermutet der Bürgerverein Süd-West ein als "Männerhaus" bezeichnetes Bordell. Hier konnten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes aktuell nichts feststellen.

Orkan "Kyrill" hat im Januar im Südbezirk einen Schaden von 250 000 Euro hinterlassen. "66 Bäume und 36 Straßenbäume fielen dem Sturm zum Opfer", berichtete Matthias Pasch vom Fachbereich Grünflächen. "Der Boden war nass, so dass die Wurzeln keinen Halt hatten. Ab Herbst/Winter wird nachgepflanzt."

Die Fahrbahndecke der Heideckstraße zwischen Lehmheide und Gladbacher Straße wird ab Herbst erneuert, die Gleise werden herausgenommen. Wegen des Baumschutzes wird die Fahrbahn 50 Zentimeter schmaler. Die Maßnahme kostet 210 000 Euro. Um ein Planrecht für die Bahnpromenade zu bekommen, will Bezirksvorsteher Martin Brendle beantragen, 80 000 Euro in den städtischen Etat einzustellen.