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Museumsvorplatz muss warten

Museumsvorplatz muss warten

Die Umgestaltung des Joseph-Beuys-Platzes zieht sich vermutlich bis Herbst 2019 hin, zum Ärger der Politik.

Die geplante Umgestaltung des Museumsvorplatzes (inzwischen in Joseph-Beuys-Platz umbenannt) zieht sich hin. Im jü gsten Bauausschuss befürchtete der Vorsitzende Jürgen Wettingfeld, der Förderbescheid in Höhe von 2,1 Millionen Euro könne verfallen. Die Baumaßnahme muss bis 2019 durchgeführt sein. Sie kann aber erst dann begonnen werden, wenn die Kanalsanierungsarbeiten der SWK und die darauf folgende Fahrbahnerneuerung auf der Marktstraße zwischen Karlsplatz und Frankenring abgeschlossen ist.

Laut der aktualisierten Liste der Maßnahmen nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KlnvFöG) sind die Straßenbauarbeiten schon ein Jahr in Verzug. Ursprünglich war 2016 zur Eröffnung des sanierten Kaiser-Wilhelm-Museums auch die Fertigstellung des umgestalteten Platzes geplant. Die Umbenennung des Karlsplatzes in Joseph-Beuys-Platz vor dem Museum ist erfolgt, alles andere nicht.

Die Proteste einer Gruppe von Anwohnern gegen die geplante Verkehrsberuhigung zwischen Blumen- und Marktstraße hatte für wochenlange Diskussionen geführt. Im November 2016 beschloss der Bauausschuss, bis auf einige kleine Änderungen den Karlsplatz nach den Plänen des Büros „Kraft.Raum“ samt Verkehrsberuhigung umzubauen.

Im Hinblick auf das Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 fürchtet Ausschussvorsitzender Jürgen Wettingfeld (CDU) dass in Krefeld aus „Bauhaus — Bau—Haus“ wird und spielt auf die nun schon zwei Jahre währende Baustelle vor dem sanierten Museum an.

„Zwei wesentliche Voraussetzungen für die Umgestaltung des Platzes sind die Fertigstellung der Netzarbeiten der SWK und der Tiefbauarbeiten auf der Marktstraße“, erklärt Beigeordneter Martin Linne. Die Stadt könne aber erst im dritten Quartal dieses Jahres mit den Bauarbeiten beginnen, die bis zum Herbst 2019 dauern werden. „Außerdem ist das KWM ein Ausstellungshaus und nicht Bauhaus“, merkt Linne an.

Aufgrund des Bauhaus-Jahres und der zu erwartenden Besucher, wünscht sich Wettingfeld dennoch, dass die Stadt „einen vernünftigen Zugang zum KWM schafft.“