Die Umgestaltung des Joseph-Beuys-Platzes in Krefeld ist ab Januar geplant

Westwall : Ein goldener Seidenteppich für den Vorplatz des Museums

Mit der Umgestaltung soll im Januar 2019 begonnen werden.

Es kommt Bewegung in die Neugestaltung des Karlsplatzes/Joseph-Beuys-Platzes. Noch in diesem Jahr sollen laut Stadt die Pflasterarbeiten vergeben werden. Ab Januar 2019 könnte mit den Bauarbeiten begonnen werden – nach geänderten Plänen der Verwaltung.

Das im Herbst 2015 vorgestellte Planungskonzept des Büros Kraft.Raum hat letztendlich keine Mehrheit in den politischen Gremien gefunden. Vor allem die Schließung des unmittelbaren Platzes vor dem Kaiser-Wilhelm-Museum stieß auf weitreichende Ablehnung bei Politikern und Anwohnern. Kraft.Raum hatte den im April 2013 ausgelobten Wettbewerb im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau West“ gewonnen. 2,282 Millionen Euro sollte die Umgestaltung ursprünglich kosten und 1,728 Millionen das Land im Rahmen des Stadtumbaus West dazuschießen. Ob wegen der zeitlichen Verzögerung Fördergelder abgerufen werden können, ist noch offen.

Der städtische Fachbereich Tiefbau hat die Planung übernommen und die gewünschten Änderungen für die Umgestaltung eingearbeitet. Im jüngsten Bauausschuss ist die Planung vorgestellt worden. Danach wird zwischen Everts- und Marktstraße der neue Platz nicht mehr ebenerdig vom Museum bis zur gegenüberliegenden Häuserzeile reichen. Auf der östlichen Seite wird es in Nord-Süd-Richtung eine asphaltierte Gegenfahrbahn geben, die für den Verkehr mit Tempo 30 freigegeben wird.

Die Kaiser-Wilhelm-Statue
bleibt an ihrem alten Standort

Die Platzfläche bis zur Hochkante der Fahrbahn wird eine gold-gelbe Bänderung zieren. „Die erinnert an einen Seidenteppich“, erklärt Kurt Schröder von der Verwaltung. Ein geografisches Muster, das auch bei der Neugestaltung des Rathaus-Vorplatzes Anklang gefunden hat. „Die Kaiser-Wilhelm-Statue bleibt an ihrem alten Standort“, so Schröder. Der prämiierte Vorschlag hatte vorgesehen, sie an die Ecke Joseph-Beuys-Platz / Ecke Marktstraße zu versetzen und einzuhausen. Das kam bei den Fraktionen nicht an. Der Fußgängerbereich vor dem Museum kann für die Vorfahrt von Besucherbussen geöffnet werden. Nach dem Aussteigen können sie dann auf dem nördlichen Teil des Westwalls parken. Die Wartehalle der SWK wird erneuert, die Telefonzelle entfernt. Auch der Karlsplatz hinter dem Museum wird laut Schröder bei der Umgestaltung angefasst. Die gute Nachricht für die Anwohner: Für die eingestufte Reparaturmaßnahme müssen sie keine Anliegerbeiträge zahlen.