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Der „Orangene Sack“ verschwindet

Der „Orangene Sack“ verschwindet

Stadt stellt 55 neue Altkleider-Container auf. Die Umstellung soll 100 000 Euro einsparen. Bisheriges System war nicht kostendeckend.

Krefeld. Die Stadt schafft den orangefarbenen Altkleider-Sack ab. Ab dem 1. Januar 2018 wird dieser nicht mehr von der Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld (GSAK) abgeholt. Stattdessen werden 55 neue Depotcontainer im Stadtgebiet aufgestellt, die von der GSAK wöchentlich geleert werden. Die Systemumstellung vom Sack- auf Containersystem soll Kosten senken.

2012 führte die Stadt die „Orangenen Säcke“ ein. Aber der Service konnte nicht kostendeckend angeboten werden. Dazu hätten jährlich 700 Tonnen Altkleider anfallen müssen. Die Zahl konnte nie erreicht werden, 2013 wurden 260 Tonnen von der GSAK abgeholt — und die Zahl sank kontinuierlich. Für 2017 werden zwischen 190 und 200 Tonnen erwartet. „Wir haben das damals anders eingeschätzt“, sagt Thomas Visser, Beigeordneter im Fachbereich Umwelt. „Damals waren die Preise auf dem Alttextilienmarkt deutlich höher.“

Die Umstellung vom Sack- aufs Container-System entlastet den Gebührenhaushalt um 100 000 Euro. Wilfried Gossen, Geschäftsführer der GSAK rechnet vor: Der Einkauf und Abholung der „Orangenen Säcke“ haben 170 000 Euro jährlich gekostet. Der Service war für den Bürger kostenfrei. Das Container-System wird mit 70 000 Euro jährlich beziffert. Ein Container kostet, lackiert und mit Aufdruck, rund 450 Euro — also 24 750 Euro Anschaffungskosten.

Die Depotcontainer sollen nur an Stellen aufgestellt werden, an denen bereits Altglas- oder Altpapier-Container stehen. „Der logistische Aufwand lässt sich erheblich senken“, sagt Helmut Döpcke, Fachbereichsleiter Umwelt.

Aber auch nicht neben bereits aufgestellten Altkleider-Container von Caritas, Rotem Kreuz, Arbeiter Samariter Bund (ASB) und Katholischer Arbeitnehmer Bewegung (KAB) — es soll keine Konkurrenz zu karitativen Einrichtungen entstehen. Gewerbliche Anbieter jedoch haben in Krefeld keinen Platz. „Da bekommt jede Kommune mit einem vernünftigem System der Altkleidersammlung recht“, sagt Visser. „Und die haben wir. Sowohl jetzt mit den Organgenen Säcken, als auch mit den Containern nächstes Jahr.“ Nachdem der Umweltausschuss die Vorlage in seiner Sitzung am Mittwochabend angenommen hat, kann die GSAK die Container unmittelbar bestellen.