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Polizei zieht zur Haroldstraße

Polizei zieht zur Haroldstraße

Auch die Wache Bilk geht im Juli ins ehemalige Innenministerium.

Düsseldorf. Nach Baustopp und einer Kostenexplosion von 93 auf 157 Millionen Euro sei man nun bei den Bauarbeiten zur Modernisierung des Polizeipräsidiums am Jürgensplatz „genau im Plan“, sagt Nicole Zander, Sprecherin des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes (BLB). Dazu gehört auch, dass Polizeipräsident Norbert Wessler gestern seinen Schreibtisch räumte und heute früh seine Kartons im Ausweichquartier wieder auspacken kann. Sein provisorisches Büro befindet nun sich im Gebäude des ehemaligen Innenministeriums an der Haroldstraße 5.

Erdgeschoss sowie erste und zweite Etage des seit April 2015 leer stehenden Hochhauses hat das BLB für die Polizei als Provisorium herrichten lassen. Mehr Etagen gibt es nicht, auch aus Brandschutzgründen. Seit Ende 2016 sind hier die zwei Dienststellen (51 Mitarbeiter), die zuvor am Jürgensplatz in Containern ausquartiert waren, untergebracht. Heute folgen der Polizeipräsident, dessen Stabsstelle (u.a. Pressestelle), insgesamt 140 Beamte.

Für die Bürger besonders wichtig: Nach dem Grand Départ der Tour de France wird auch die Wache Bilk mit rund 100 Mitarbeitern für eine Weile in die Haroldstraße ziehen.

Für Harald Wilke ist die Interimslösung - trotz Verzögerung — immer noch „ein Glücksfall“, aufgrund der Nähe der beiden Standorte. Wilke, ist im Präsidium Leiter des Ständigen Stabes und somit auch für die Tour de France zuständig. Zusätzlich stemmt er polizeiintern die Koordination des Bauprojektes. Er ist froh, dass die Mitarbeiter an der Haroldstraße nun in ruhigerer Umgebung arbeiten können. Wilke: „Der Baulärm ist schon eine hohe Belastung.“

Denn auf dem Gelände am Jürgensplatz wächst gerade die Baugrube für die neue Tiefgarage mit etwa 358 Plätzen, die Anfang 2019 fertig sein soll. Wenn die angebauten Neubauten stehen, wird der denkmalgeschützte Altbau ab 2018 freigezogen und saniert. Das kann drei bis vier Jahre dauern. Erst dann finden im neuen, alten PP rund 1100 Mitarbeiter Platz, statt bislang 800.