Düsseldorf: Aus dem Wehrhahncenter wird das „Momentum“

Düsseldorf: Aus dem Wehrhahncenter wird das „Momentum“

Das Büro- und Geschäftshaus an der Oststraße/Ecke Wehrhahn wird entkernt. Im Frühjahr kommenden Jahres soll alles fertig sein.

Düsseldorf. Es tut sich viel oberirdisch am Wehrhahn nach der Eröffnung der U-Bahnlinie. Viele Häuser sind eingerüstet, werden renoviert. Ein Großprojekt ist da die komplette Sanierung des Wehrhahncenters. An der Ecke Oststraße/Wehrhahn haben die Bauarbeiter das Sagen. Gerüste, Absperrungen, die Geschäfte im Untergeschoss sind von Planen verhüllt. „Trotz Baustelle: Wir sind weiter für Sie da“ macht Drogeriemarkt Rossmann auf einem Schild außerhalb der Plane auf sich aufmerksam.

Seit Mai 2016 läuft die Entkernung aller sechs Etagen oberhalb des Erdgeschosses. Im Jahr 1985 wurde das Haus in der Stadtmitte eröffnet, 2004 auch schon mal saniert. „Doch nun wird alles bis auf die Statik zurückgebaut, auf der gesamten Breite“, erklärt Dirk Eisenblätter, Senior Asset Manager von Investor Alstria office REIT-AG.

Das Unternehmen hatte das Gebäude bereits im Jahr 2012 erworben. Damals schon mit dem Wissen, dass hier „keine Pinselsanierung zielführend ist“, sagt Eisenblätter. Deshalb schrieb Alstria einen Architekten-Wettbewerb aus.

Sanierung und Umbau erfolgen nun nach den Plänen von Ortner & Ortner Baukunst. Die Architekten erklären ihr Konzept: „Das im Bestand zerklüftete Volumen wird durch Hinzufügen und Entfernen beruhigt.“ Zudem werde die Kubatur vereinfacht und glatt gezogen, ergänzt Dirk Eisenblätter.

18 000 Quadratmeter Bürofläche werden dann im Wehrhahncenter entstehen. Das wird nun unter dem neuen Namen „Momentum“ vermarktet. Im Erdgeschoss ist weiter Platz für Geschäfte und Gastronomie. So wird der Drogeriemarkt Rossmann bleiben, aus dem Kaiser’s wird eine Edeka-Filiale. Für ein weiteres größeres Ladengeschäft (1000 Quadratmeter) laufen die Verhandlungen. Ebenso wie für die geplante Gastronomie (255 Quadratmeter) an der Oststraße mit Außenterrasse. Der Investor, der keine Angaben zur Investitionssumme macht, rechnet damit, dass alle Arbeiten im ersten Quartal 2018 abgeschlossen sein werden.

Bezirksbürgermeisterin Marina Spillner sieht die „Revitalisierung des Wehrhahncenters als „Aufwertung des Gebietes“. Sie wünscht sich allerdings bei allen Verschönerungen in diesem Bereich noch mehr Grün, Bänke und auch Fahrradbügel.

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