Gastronomie: US-Pizza-Dienst drängt auf deutschen Markt

Gastronomie: US-Pizza-Dienst drängt auf deutschen Markt

Das Geschäft mit „Pizza per Telefon“ boomt.

Berlin. Wenn Fußball im Fernsehen läuft oder das Wetter schlecht ist, dann laufen ihre Telefone heiß: Pizza-Bringdienste haben 2009 158 Millionen Pizzen an Kunden in Deutschland geliefert. Jetzt drängt auch die US-Kette Domino’s auf den Markt und will in den nächsten zehn Jahren 1000 Filialen eröffnen.

"Der Kuchen ist noch nicht verteilt", sagt Karsten Freigang, Geschäftsführer von Deutschlands umsatzstärkstem Bringdienst Joey’s. Die größte Entwicklung dürfte es in den nächsten drei bis fünf Jahren geben. Das sieht auch der drittgrößte Lieferservice Smiley’s so: "Wir gehen alle nach vorne", sagt Geschäftsführer Ingo Graetz. Die Filialen der Hamburger Kette setzten 2009 31,1 Millionen Euro um. Für 2010 rechnet Graetz mit zehn Prozent Plus.

Konkurrent Joey’s erlöste 2009 satte 80,3 Millionen Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Franchise-Unternehmen erneut mit zweistelligen Wachstumsraten.

Weltmarktführer Domino’s tritt mit ehrgeizigen Zielen an. Den Markteintritt lässt sich der Pizza-Gigant zehn Millionen Euro kosten. Am Samstag soll der erste Laden in Berlin eröffnen. Mit 1000 Filialen peilen die börsennotierten Amerikaner ein großflächiges Netz an. Konkurrent Joey’s hat derzeit 170 Shops, will in den nächsten fünf Jahren aber auf 500 Standorte kommen.

Der Markt der Pizza-Bringdienste ist robust, heißt es beim Marktforscher npdgroup. Im Krisenjahr 2009 hätten die Bundesbürger 1,5 Milliarden Euro für Pizza im Pappkarton ausgegeben - nur minimal weniger als 2008 mit 1,51 Milliarden.

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