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Herrmann macht den Start in die Rückrunde perfekt

Herrmann macht den Start in die Rückrunde perfekt

Gladbach rettet mit Mühe den 1:0 Erfolg gegen Freiburg über die Zeit.

Mönchengladbach. Patrick Herrmann ist Gladbachs gefeierter Schnellstarter in der Rückrunde. Zum 1:0 Erfolg gegen den SC Freiburg erzielte er am Dienstagabend das entscheidende Tor, wie schon vor drei Tagen in Stuttgart zum 1:0-Sieg.

Im Verständnis des Fußballlehrers Lucien Favre ist Vertrauen eines der wesentlichen Bausteine auf dem Weg zum sportlichen Erfolg. Vertrauen in die eigene Leistung, entwickelt durch tägliches Training, Vertrauen zu den Kollegen, erprobt im Mannschaftsspiel und Vertrauen ins Kollektiv angehäuft über Erfolge. Und was liegt da näher für den bekennenden Rotations-Gegner Favre, als die Gunst der Stunde zu nutzen. Der 1:0 Auftaktsieg in Stuttgart bot die passende Vorlage - da wird das Selbstvertrauen der Spieler doch bitte schön nur 75 Stunden nach dem Schlusspfiff im Schwabenland ausreichend ausgestattet sein. Und so vertraute der Schweizer gegen den SC Freiburg der Startaufstellung beim VfB.

Und Favres Überzeugung sollte sich auszahlen - zunächst. Auf Vorlage von Branimir Hgrota erzielte Patrick Herrmann die Führung (23.) Beide zeichneten auch für das Tor beim VfB Stuttgart verantwortlich. Dabei vergab das Duo weit klarere Chancen zuvor, Hrgota in der sechste Minuten, Herrmann gleich zweimal - nach drei Minuten und in der siebten Minute. Herrmann ist momentan Gladbachs gefährlichster Offensivspieler, erzielte sein fünftes Ligator am Dienstag. In den vergangenen drei Spielzeit brachte er es jeweils auf sechs Treffer.

Gladbach zog das bewährte Kombinationsspiel auf, gab aber nach der Führung die Spielkontrolle ab, weil sich ins Passspiel zusehends Fehler einschlichen. Unter den Augen von Tribünengast Mike Hanke, der nach verkündetem Karriereende das Duell seiner beiden letzten Vereine in der Bundesliga verfolgte, reagierte Freiburg mit engagierterem Offensivspiel auf den Rückstand, Gefahr für das Tor von Yann Sommer entwickelten die Gäste zunächst kaum.

Gladbach kam ohne Kapitän Martin Stranzl aus der Kabine. Nach einem Kopftreffer ersetzte ihn Alvaro Dominguez. Obwohl die Abwehr sicher stand, agierten die Gladbacher fahrig. Stümperhafte Fehler im Aufbauspiel zerstörten jegliches Kombinationsspiel. Freiburg war optisch und spielerisch überlegen, vermochte den Abwehrverbund vor Sommer im Borussen-Tor indes nicht mehr zu knacken. Am Freitag im West-Derby beim FC Schalke indes wird Favre angesichts des matten Auftritts am Dienstag die Rotationsmaschine wieder anwerfen müssen.