Vision of Music: Für jeden Musikstil war ein Kracher dabei

Vision of Music: Für jeden Musikstil war ein Kracher dabei

In der Hako-Eventarena bekamen die Gäste eine Menge Musik von mehr als 20 Sängern.

Wuppertal. Köln und Mallorca waren am Wochenende in Vohwinkel nur einen Katzensprung voneinander entfernt. Bei der Fernsehaufzeichnung von "V.O.M. - Vision of Music" gaben sich Schlagerbarden, Kölner Mundartbands und Stimmungssänger die Klinke in die Hand. Die Stimmung unter den mehr als 500 Zuschauern war dabei von der ersten Minute an sehr ausgelassen - trotz der TV-Kameras.

"Eigentlich hasse ich so etwas hier", gestand Markus Becker nach seinem Auftritt. "Nichts ist live, wenn man fürs Fernsehen singt." Dabei lebt natürlich besonders ein Mallorca-Sänger von der Interaktion mit dem Publikum. Wenn aber bereits die Begrüßung vom Band kommt und nur lippensynchron mitgesprochen werden muss, tut der Künstler sich schwer, auf sein Publikum einzugehen. Trotzdem war Markus Becker, der mit seinem Hit "Das rote Pferd" bekannt wurde, zufrieden mit seinem Auftritt: "Für eine TV-Aufzeichnung war die Stimmung toll."

Da das Schlagergeschäft aber auch harte Arbeit ist, konnte Becker seinen Aufenthalt in Wuppertal nicht lange genießen. Er war noch am Samstagabend für zwei weitere Auftritte in Wülfrath und Hagen gebucht.

Schnell und hektisch ging es auch auf der über 80 Quadratmeter großen Bühne in der Hako Eventarena zu. Viele der mehr als 20 Künstler sangen nur zwei Lieder und verließen die Bühne wieder - Akkordarbeit für Techniker, Bühnenbildner und Moderator. Der Moderator konnte sich aber nicht beschweren, denn Klaus Densow sagte nicht nur die nächsten Auftritte an, sondern war auch Organisator der Schlagerparty - er hatte sich die Arbeit also selbst aufgehalst. Trotz der Hektik war er sehr zufrieden mit seiner Party. Einen Lieblingskünstler wollte er aber nicht nennen: "Bernhard Brink, De Räuber oder Foolsgarden - wir haben für jede Musikrichtung einen Kracher dabei."

Speziell für Bernhard Brink war auch Renate Günther in die Eventarena gekommen. Enttäuscht, dass ihr Lieblingskünstler nur wenige Lieder sang, war sie aber nicht: "Ich wäre auch für nur ein Lied hier hingekommen. Zudem sind die anderen Sänger auch toll", sagte die 53-Jährige.

Obwohl sehr unterschiedliche Künstler auftraten, feierte das gesamte Publikum alle Sänger und Bands. Beim Auftritt von Schlagersänger G. G. Anderson wurde geschunkelt, bei Buddy ("Ab in den Süden") auf den Tischen getanzt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung