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Neues Gleisbett: Bahn bewegt 220.000 Tonnen Schotter

Neues Gleisbett: Bahn bewegt 220.000 Tonnen Schotter

Auf der Strecke zwischen Oberbarmen und Remscheid wird das Gleis erneuert. Bis Mitte August macht die S7 deshalb Pause.

Wuppertal. Diese Maschine ist gefräßig wie ein Monster. Muss sie ja wohl auch sein, denn auf der Bahnstrecke des Müngsteners will die Bahn zwischen Remscheid-Hauptbahnhof und Oberbarmen bis zum 17. August 220.000 Tonnen Schotter und anderes Material einsammeln.

Wegen der Gleisarbeiten werden die Züge der Linie S 7 von Abellio zwischen Remscheid und Oberbarmen bis zum 3. August durch Busse ersetzt. Vom 4. August bis 17. August wird der Busersatzverkehr dann noch zwischen Ronsdorf und Oberbarmen im Einsatz sein. Freie Fahrt bis nach Solingen über die Müngstener Brücke wird es allerdings voraussichtlich erst zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember geben, wenn die Reparaturen an der Brücke abgeschlossen sind.

In den kommenden Tagen muss sich der Bauzug der Bahn aber erst einmal von Ronsdorf nach Oberbarmen vorarbeiten. 15 Millionen Euro investiert die Bahn in die Erneuerung der 30 Jahre alten Gleise, während die Gleise in Gegenrichtung noch den Ansprüchen genügen. 80 bis 100 Meter pro Tag schafft das Spezialgerät, wobei Baulärm laut Bahn nicht zu vermeiden ist. Auch nachts wird gearbeitet. Außerdem müssen auf der Stecke elf Weichen ein- und ausgebaut werden.

Während der Fahrt hebt die Maschine die Gleise an und frisst wie ein Mähdrescher den darunter liegenden Schotter, der mit dem gesamten Bodenaushub über ein Fließband in den Waggons am Ende des Monsters, das eigentlich „Bettungsreinigungsmaschine“ heißt.

„So entsteht garantiert kein zusätzlicher Verkehr auf den Straßen, weil wir den Schotter als Transportunternehmen natürlich selbst abtransportieren“, verspricht Hans-Gert Rätzel, leitender Bauüberwacher der Bahn. Würde man das gesamte Material mit Lastwagen wegfahren, dann wäre die Schlange 51 Kilometer lang, rechnet Rätzel vor.

Der Schotter wird übrigens in einer Spezialfirma in Stolberg gewaschen, recycelt und neu geschliffen, und kann dann an einer anderen Stelle wieder verwendet werden. „Nach dem Umbau wird es für die Anwohner angenehmer, denn der neue Schotter und die neuen Gleise schlucken mehr Lärm. Der Schotter wirkt dann wie Eierkartons an der Decke des Partykellers“, verspricht Rätzel.

Infos zum Ersatzverkehr gibt es auf www.abellio.de