116 Norovirus-Fälle in Wuppertal

116 Norovirus-Fälle in Wuppertal

In mindestens zehn Einrichtungen gibt es Erkrankungen.

Wuppertal. Schilder warnen in den Helios-Kliniken in Elberfeld und Barmen vor der Infektionsgefahr: Seit einigen Wochen grassieren dort hochansteckende Noroviren, die sich durch schlagartigen Durchfall und heftiges Erbrechen bemerkbar machen. Jörn Grabert, Pressesprecher: "Aktuell sind die Viren hauptsächlich auf einer Station des Herzzentrums nachgewiesen." Dort seien derzeit zwölf Patienten und sieben Mitarbeiter erkrankt.

Doch nicht nur die Helios-Kliniken sind betroffen. Laut Gesundheitsamt sind in mindestens zehn weiteren Einrichtungen Krankheitsfälle bekannt. Insgesamt 116 Fälle seien seit Anfang Januar registriert worden. Matthias Buntrock-Schweer, Abteilungsleiter Infektions- und Umwelthygiene im Gesundheitsamt: "Diese Zahl ist nicht außergewöhnlich für die Jahreszeit. Dennoch stehen die so genannten Krankheitsherde in den Einrichtungen natürlich unter besonderer Beobachtung." Zum Vergleich: Im Jahr 2008 wurden insgesamt 650 Fälle von Noroviren, 2009 sogar 750 Fälle bekannt.

Noroviren lösen Magen-Darm-Infektionen aus,also schweren Durchfall, oft auch schwallartiges Erbrechen undBauchkrämpfe. Erkranktebrauchen Bettruhe und Flüssigkeit, am besten Wasser oder Tee, evtl.angereichert mit Traubenzucker, Salz oder Mineralien. Es gibtkeine direkte Medizin gegen die Viren, nur die Symptome könnengelindert werden. Da der Flüssigkeitsverlust durch Durchfall undErbrechen besonders für kleine Kinder gefährlich ist, müssen Betroffeneviel trinken und meist mit Elektrolyten versorgt werden.

Um eine Ansteckung zu vermeiden, ist häufiges Händewaschen wichtig und sorgfältige Toilettenhygiene. luck/Red

Mehr von Westdeutsche Zeitung