Einbruch: Überflutung und Graffitis im Büro der Mobilen Jugendarbeit

Einbruch: Überflutung und Graffitis im Büro der Mobilen Jugendarbeit

Unbekannte wüten in Oedt bei der Mobilen Jugendarbeit.

Oedt. Für Streetworker Leon Küsters von der Mobilen Jugendarbeit der Gemeinde Grefrath war es ein großer Schreck. „Als ich am Montag um kurz nach 9 Uhr ins Büro am Bruchweg 11 gekommen bin, dachte ich, mich trifft der Schlag.“ Unbekannte hatten am Wochenende die Wasserhähne aufgedreht, Graffitis an die Wände gesprüht und die Einrichtung verwüstet. Der Schaden liegt im vier-, vielleicht sogar im fünfstelligen Eurobereich.

Die Einbrecher gingen zwischen Sonntag, 17 Uhr, und Montag, 8 Uhr, nicht gerade zimperlich vor. Sie zerstörten die Glasscheibe der Eingangstür und drehten die Wasserhähne auf. 3500 Liter fluteten das Büro. Gestohlen wurden ein „Ghettoblaster“, ein Computer-Soundsystem, eine Kletter-Ausrüstung samt Rucksack sowie eine schwarze Senseo-Kaffeemaschine.

Es ist das erste Mal, dass im Büro der Mobilen Jugendarbeit am Bruchweg eingebrochen wurde. Im Gegensatz zum Jugendzentrum „Dingens“ in Grefrath sind die Räume keine feste Einrichtung. Entsprechend unterschiedlich sind die Besucherzahlen. Küsters: „Manche Jugendlichen kommen zur Einzelhilfe dorthin, andere planen und organisieren mit uns die nächste Veranstaltung. Es ist eine Außenstelle, kein Jugendzentrum.“

„Der Schaden ist nicht abschätzbar“, sagt Leon Küsters. Seine Kollegin und er räumten das komplette Büro leer. Nun laufen Bautrockner rund um die Uhr, um die Feuchtigkeit aus Boden und Wänden zu holen. „Glücklicherweise können wir in den ersten Stock umziehen“, sagt Küsters. kr

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