Friedensheim: Der Freundeskreisfeiert seinen 90. Geburtstag

Friedensheim: Der Freundeskreisfeiert seinen 90. Geburtstag

In der Cafeteria des Hauses wurde festlich getafelt.

Haan. Anne Backhaus, die gute Seele und Vorsitzende des Vereins der Freunde des Friedensheims, ist „stolz“ auf ihren Verein. Dazu hat sie auch allen Grund. Denn der Verein konnte Dienstag sein 90. Gründungsfest feiern. In der Cafeteria des Friedensheims wurde festlich getafelt, es gab Grußworte und mit alten und neuen Fotos wurden Erinnerungen ausgetauscht. Anne Backhaus erinnerte daran, dass Haan in den Gründungsjahren des Friedensheimes, 1926/27, nur etwa 10 000 Einwohner hatte, der Verein aber die meisten Mitglieder seiner 90-jährigen Geschichte verzeichnen konnte, nämlich 627. Vereinsmitglied Fritz Köhler erinnert sich: „Früher gehörte es einfach dazu, dass man als Jugendlicher bei Festen im Friedensheim mithalf.“ Auch heute sind viele junge Menschen aus der Kirchengemeinde zum Beispiel beim Sommerfest des Friedensheims dabei. Das Vereinsmotto „Zukunft braucht Herkunft“ wird der Tradition dieser Jugendarbeit gerecht. Seit zehn Jahren ist Anne Backhaus Vereinsvorsitzende.

Übernommen hat sie das Ehrenamt von Walter Baron von Koskull. Gerhard Backhaus, Vater von Anne Backhaus, war lange Jahre 2. Vorsitzender des Vereins. Dankbar für die Unterstützung des Fördervereins war vor allem Giorgio Seibel. Der Mit-Vierziger versprach, später selbst als Vereinsmitglied im Friedensheim tätig werden zu wollen. Tatsächlich lehrt die Vereinsgeschichte, dass es in Haan quasi zum guten Ton gehörte, Mitglied im Verein der Freunde des Friedensheims zu sein. So erinnert sich Ingeborg Göswein (88), dass sie „von Anfang an“ dabei war, denn ihre Mutter war Vereinsmitglied. 27 Jahre lang hat die Lehrerin Senioren Englisch-Unterricht erteilt. Mit Hund Happy ist sie seit Jahrzehnten ein willkommener Gast des Friedensheims — immer derselbe Hundename, aber doch mit Generationswechsel. Pfarrer Christian Dörr übermittelte die Grüße des Presbyteriums. Er umschrieb die Maxime des Vereins mit „etwas für Andere tun“.

Mehr von Westdeutsche Zeitung