Reformation und Toleranz an Rhein und Maas

Am Niederrhein startet ab 2. November in 50 Museen die Reihe "himmelwärts"

Reformation und Toleranz an Rhein und Maas
Foto: Clemens-Sels-Museum

Niederrhein. Zum Thema „Glaube und Religion am Niederrhein“ werden jetzt 100 neue Veranstaltungen in 50 Museen und Kultureinrichtungen der Region angeboten. Unter dem Titel „himmelwärts“ wird dieser Aspekt im Themenjahr des Kulturraums Niederrhein aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.

So wird der Einfluss der Reformation und der multikulturellen Zuwanderung auf die einheimische katholische Bevölkerung beleuchtet. Auch jüdische und muslimische Gemeinden, die Hexenverfolgung, der Holocaust, die Unterdrückung einzelner reformierter Gemeinden sowie die wirtschaftliche Entwicklung werden dabei berücksichtigt. Die Reihe startet am 2. November mit einer Ausstellungseröffnung im Städtischen Museum Schloss Rheydt. Unter dem Titel „Bös teutsch, bös evangelisch“ werden Spuren der Reformation in Mönchengladbach beleuchtet. Gezeigt werden unter anderem Ablassurkunden und Schriften von Martin Luther.

Weiter geht es ab dem 1. April mit einer Ausstellung im Museum Burg Linn zum Thema „Krefeld und die Religionsfreiheit“. Die Exponate belegen eine 400-jährige Geschichte der Toleranz in einer niederrheinischen Stadt.

In Neuss wird ab dem 16. August eine archäologische Ausstellung mit dem Titel „urKULT-ur“ im Clemens-Sels-Museum gezeigt. Die Exponate führen den Besucher durch Glaubenswelten längst vergangener Epochen. Dazu gehören die Kulte der Jäger- und Sammlergemeinschaften der Alt- und Mittelsteinzeit und der bäuerlich geprägten Jungsteinzeit sowie durch die von Germanen und Kelten vermittelten Götter-Vorstellungen. Begleitet werden die Veranstaltungen der Reihe „himmelwärts“ von einem Literaturprogramm.

Unter dem Titel „Horizonte Niederrhein“ soll zeitgenössische Literatur auf kulturgeschichtliche Ausstellungen treffen. Werke von Dieter Wellershoff und Eric-Emmanuel Schmitt werden gelesen. Durch sie soll ein Blick in die Gegenwart und über den Tellerrand der Glaubensrichtungen sowie über die Grenzen der Literaturregion ermöglicht werden.

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