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Terrorangriff: Terrorfahrer von Barcelona identifiziert - Fahndung in ganz Europa

Terrorangriff : Terrorfahrer von Barcelona identifiziert - Fahndung in ganz Europa

Barcelona. Die spanischen Behörden haben den Attentäter von Barcelona identifiziert. Aller Wahrscheinlichkeit nach handle es sich bei dem Fahrer des Tatfahrzeugs um den flüchtigen Younes Abouyaaquoub, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn dem Sender Catalunya Radio am Montag.

Der 22 Jahre alte Marokkaner soll am Donnerstag auf der Touristenmeile Las Ramblas mit einem Lieferwagen gezielt Passanten überfahren haben. Dabei wurden mindestens 15 Menschen getötet.

Der flüchtige Attentäter wird in ganz Europa gesucht. Es gebe zwar keine Indizien dafür, dass der Fahrer des Lieferwagens die spanische Region Katalonien verlassen habe, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn dem Sender Catalunya Radio am Montag. Man werde sich aber mit den europäischen Polizeieinheiten koordinieren, „da er (der Attentäter) in allen europäischen Ländern gesucht wird“, so Forn.

Das beim vereitelten Terrorangriff im spanischen Cambrils genutzte Auto ist laut einem Medienbericht weniger als eine Woche zuvor im Pariser Großraum von einem Verkehrsradar geblitzt worden. Der schwarze Audi A3 sei zu schnell gefahren, berichtete die Regionalzeitung „Le Parisien“ am Montag auf ihrer Internetseite. Die Pariser Polizei teilte auf Anfrage mit, ihr lägen dazu keine Informationen vor. Auch die Pariser Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht und verwies auf die Terrorermittlungen in Spanien.

Wie die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, gebe es in dem Fall zur Zeit keine Anhaltspunkte für Verbindungen nach Frankreich. Nach der Terrorattacke in Barcelona kam es zu dem vereitelten Angriff in der südlich gelegenen Küstenstadt Cambrils, dabei wurde eine Frau von den Verdächtigen auf der Flucht überfahren.

Frankreich hatte als Reaktion auf den Anschlag von Barcelona am vergangenen Donnerstag bereits die Grenzkontrollen verstärkt. Nach einem 22-jährigen Marokkaner wird immer noch gesucht. dpa