Beim jüngsten Einbruch in die Erlöserkirche ist der Materialschaden beträchtlich. Verletzt worden ist beim Einbruch in die Kirche zwar niemand, gestohlen wurde aber der Inhalt eines zufällig zurückgelassenen Sparschweins.

Beim jüngsten Einbruch in die Erlöserkirche ist aber der Materialschaden beträchtlich.
In der Erlöserkirche ist laut Kirchenkreis nichts Wertvolles zu holen. Trotzdem drangen jetzt Einbrecher in das Gotteshaus ein. Der Materialschaden ist beträchtlich.

In der Erlöserkirche ist laut Kirchenkreis nichts Wertvolles zu holen. Trotzdem drangen jetzt Einbrecher in das Gotteshaus ein. Der Materialschaden ist beträchtlich.

Andreas Fischer

In der Erlöserkirche ist laut Kirchenkreis nichts Wertvolles zu holen. Trotzdem drangen jetzt Einbrecher in das Gotteshaus ein. Der Materialschaden ist beträchtlich.

Wichlinghausen. „Warum immer wir?“ So fragt sich schon so manch Gläubiger im Wuppertaler Osten angesichts des jüngsten Kircheneinbruchs. Die Erlöserkirche an der Stahlstraße hatte es vor knapp zwei Wochen getroffen – wieder einmal. „Die Gemeinde ist schon ausgesprochen gebeutelt durch kriminelle Vorgänge“, sagt Pfarrer Thomas Kroemer: „Wir haben ja unter anderem den Brandschaden vor knapp einem Jahr erlitten, der durch Brandstiftung entstanden ist.“ Das habe die Gemeinde sehr schockiert.

„Wir lassen grundsätzlich keine Geldbeträge oder andere Wertgegenstände in Kirchen oder Gemeindehäusern.“

Pfarrer Werner Jacken, Kirchenkreis Wuppertal

Verletzt worden ist beim Einbruch in die Erlöserkirche zwar niemand, gestohlen wurde aber der Inhalt eines zufällig zurückgelassenen Sparschweins. „Das ist besonders ärgerlich, weil es sich um Spenden für den Förderverein gehandelt hat“, sagt Thomas Kroemer. An die 300 Euro seien verschwunden.

„Doch das ist eine absolute Ausnahme“, betont Pfarrer Werner Jacken für den Kirchenkreis, denn fette Beute machten Einbrecher in Kirchen eher selten: „Grundsätzlich lassen wir keine Geldbeträge oder andere Wertgegenstände in Kirchen oder Gemeindehäusern zurück. Es gibt absolut nichts zu holen.“

Das hält Täter offenbar nicht unbedingt davon ab, ihr Glück in Gotteshäusern zu versuchen. Und dennoch sei der materielle Schaden groß – „denn wie immer müssen nun aufgebrochene Türen und Schränke instandgesetzt werden“, so Jacken. Das sei teuer und aufwendig. „Damit ist der Schaden durch den Einbruch selbst viel größer als durch das, was weggekommen ist.“ Wie hoch genau der nun anstehende finanzielle Aufwand sein werde, könne man noch nicht genau beziffern.

Die Gemeinde lasse sich dennoch nicht unterkriegen, so Kroemer. Selbstverständlich aber werde man in Zukunft noch aufmerksamer sein und darauf achten, dass wirklich nichts mehr an Wertgegenständen in der Kirche verbleibe.

„Es sind dort weder Opferstöcke noch Kollektengelder aufbewahrt“, ergänzt Werner Jacken. „Die werden noch am selben Tag gesichert.“ Auch sei nichts Wertvolles in Schränken gelagert.

Als Hintergrund vermute man Beschaffungskriminalität – Kirchenschändung spiele bei den Einbrüchen in Wuppertal „im Grunde keine Rolle“, auch gehe es nicht um antireligiöse Gefühle – sondern schlicht um Diebstahl.

Ganz unbeaufsichtigt über Stunden geöffnet sind die Evangelischen Kirchen in Wuppertal nicht, sie werden zu Gottesdienstzeiten oder bei Nutzung durch Gemeindegruppen zugänglich gemacht.

Von der Katholischen Citykirche ist zu hören, dass einzelne Gotteshäuser wie St. Antonius in Barmen, Laaken oder auch Beyenburg durchaus längere Öffnungszeiten haben, anders als „Zentrumskirchen“ wie St. Laurentius. Und natürlich seien alle Kirchen in Wuppertal außerhalb der Öffnungszeiten geschlossen.

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