Tim Finke sammelt leidenschaftlich gerne den Stoff, in dem seine Helden spielen.

Tim Finke sammelt leidenschaftlich gerne den Stoff, in dem seine Helden spielen.
Zum Reinlegen: Tim Finke besitzt so viele Trikots seines Lieblingsvereins, er könnte eine ganze Saison an jedem Spieltag ein anderes Leibchen tragen.

Zum Reinlegen: Tim Finke besitzt so viele Trikots seines Lieblingsvereins, er könnte eine ganze Saison an jedem Spieltag ein anderes Leibchen tragen.

abi

Zum Reinlegen: Tim Finke besitzt so viele Trikots seines Lieblingsvereins, er könnte eine ganze Saison an jedem Spieltag ein anderes Leibchen tragen.

Uerdingen. Tim Finke hat aufgeräumt. Fein säuberlich hängt oder liegt alles an seinem Platz. Einen eigenen Raum hat er seinen Lieblingen sogar gewidmet. Ein begehbarer Kleiderschrank quasi. Auf zwei Kleiderständern wurden sie aufgereiht. Farblich sortiert, alle gewaschen: Tim Finke besitzt rund 60 Trikots des KFC Uerdingen. „Sie sind alle aus unterschiedlichen Spielzeiten – auch aus den 70er und 80er Jahren“, berichtet der Student stolz. Denn was für andere bloß ein Stück Stoff darstellt, bedeutet für Finke seit einigen Jahren mehr. „Ja“, gesteht er: „Ich habe da schon eine Leidenschaft entwickelt.“

Angefangen hat eigentlich alles mit einem Kinder-Trikot aus der Saison 95/96. „Mein Cousin, der damals beim KFC spielte, hatte es mir besorgt.“ Natürlich gehört es heute auch zur Sammlung, wie so viele andere. Zwei von ihnen sind dem 26-Jährigen besonders wichtig: Gerahmt hängen das Heimtrikot der Saison 85/86 und ein dunkelblaues Leibchen mit rotem Kragen aus den späten 70ern im Ankleidezimmer von Tim Finke.

Doch auch die „Kleider“ von der Stange können sich sehen lassen, hat der Sammler doch in den vergangenen Jahren auch das ein oder andere Trikot an Land gezogen, dass optisch nicht immer zu den Vereinsfarben blau und rot passte, für einen, der jedoch alle Trikots besitzen will, natürlich unbedingt zur eigenen Sammlung gehören müssen. Sofort ins Auge sticht jedenfalls das orangefarbene Auswärtstrikot vergangener Regionalligatage. Aber auch eine schwarz-gelbe Variante mit dem Sponsoraufdruck „Tecklenburg“ bleibt nicht lange unentdeckt. „Ja, es waren schon ein paar komische Farbkombinationen dabei“, schmunzelt Tim Finke.

Tim Finke sammelt leidenschaftlich gerne den Stoff, in dem seine Helden spielen.

Doch ob blau-rot, schwarz-gelb oder orange, der Sammler muss sie alle haben. Alle hat er aber noch lange nicht. „Ich habe beispielsweise noch kein Trikot des FC Uerdingen, ich schätze, dass es rund 120 bis 150 verschiedene Trikots geben müsste.

Im Freundeskreis gibt es auch mal ein Fundstück für den Sammler Im Freundeskreis des KFC-Fans gab es schon mal das ein oder andere Fundstück für den Studenten. „Ich halte im Internet die Augen offen nach möglichen Trikot-Fundstücken. Sammler-Messen sind oft ein gutes Stück entfernt und ich mache mich dann nur auf den Weg, wenn ich schon vorhinein weiß, dass es KFC-Trikots geben könnte“, sagt der Krefelder. Doch die Suche sei nicht so einfach. Dabei sind es nicht immer nur die „Klassiker“ aus fast vergessenen Bundesliga-Zeiten, die dem Sammler zu schaffen machen. „In der vergangenen Saison habe ich mir gar kein Trikot gekauft, weil ich darauf spekuliert habe, den ein oder anderen Euro nachher zu sparen.“ Doch der Plan misslang. Weil es früh in der Saison keine Trikots mehr gab und Nachschub nur schwer oder gar nicht in den Weg in den KFC-Fanshop fand, stand Tim Finke am Ende mit leeren Händen da.

Damit so etwas nicht noch mal passiert, hat der Fan, der auch sehr gute Kontakte zum Grazer AK pflegt, in dieser Saison schon früh zugeschlagen. Immerhin könnte es sich ja erneut um ein Aufstiegstrikot handeln. „Die Entwicklung ist rasant. Der Aufstieg in die 3. Liga wäre eine riesen Sache.“

Tim Finke sammelt leidenschaftlich gerne den Stoff, in dem seine Helden spielen.

Einer, der den KFC auch mal vom Aufstieg träumen ließ, war Jochen Höfler. Das Trikot des Torjägers hat sich Tim Finke sogar mit Flock geholt damals. „Normalerweise ist mir das nicht so wichtig, aber in diesem Fall schon.“

Damit auch der Rest der Uerdinger Fanszene an der Sammelleidenschaft von Tim Finke teilhaben kann, hat der Krefelder eine eigene Internetseite ins Leben gerufen, auf der er seine Trikots – meist mit kurzen Anekdoten aus der jeweiligen Spielzeit – präsentiert.

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