1. Wirtschaft

Vodafone übernimmt: Unitymedia verschwindet - Was Kunden wissen müssen

Nach Übernahme durch Vodafone : Unitymedia verschwindet - Was Kunden wissen müssen

Nach der Übernahme im vergangenem Jahr ist es seit dem 17. Februar mit Unitymedia nun endgültig vorbei: Der Kabelnetzbetreiber geht nun auch dem Namen nach in Vodafone auf. Für Unitymedia-Kunden gibt es kleine Änderungen.

Nach der Übernahme durch Vodafone im vergangenen Jahr verschwindet der Kabelnetzbetreiber Unitymedia nun endgültig vom Markt. Die beiden Unternehmen hatten bereits ihre Angebote gebündelt, künftig wird Unitymedia dann auch als Marke nicht mehr präsent sein, wie Vodafone ankündigte. Für die Kunden soll sich außer dem Namen aber nichts ändern.

Unitymedia hat nach eigenen Angaben rund 7,2 Millionen Kabel-, Telefon- und Internetkunden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Die EU-Kommission hatte vergangenen Sommer grünes Licht für die Übernahme gegeben. Dass Unitymedia als Marke nicht erhalten bleiben wird, stand bereits fest.

Mehr Haushalte mit Gigabit-Anschluss

Vodafone kündigte zugleich einen weiteren großen Schritt beim Ausbau seiner sehr schnellen Internetverbindungen an. Auf einen Schlag steige die Zahl der Haushalte mit sogenanntem Gigabit-Anschluss von zuletzt knapp 12 Millionen auf bundesweit 17 Millionen, sagte Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter vor Journalisten in Stuttgart. Bis Ende 2022 sollen es 24 Millionen sein. Vodafone rüstet dazu in erster Linie sein bestehendes Kabel-Netz auf. Dieses Netz werde aber auch kontinuierlich erweitert, sagte Ametsreiter.

Vodafone ist der mit weitem Abstand größte Treiber des Gigabit-Ausbaus in Deutschland. Nach Angaben des Unternehmens ist die Technik - andere Anbieter eingerechnet - aktuell in etwa jedem zweiten Haushalt in Deutschland verfügbar. Ein Großteil davon nutzt die Technik laut einer Studie aus dem vergangenen Jahr bisher aber gar nicht.

Was die Übernahme für Unitymedia-Kunden im Einzelnen bedeutet

Sonderkündigungsrecht

Alle Verträge, die mit Unitymedia abgeschlossen wurden, bleiben bis auf Weiteres erhalten. Ein Sonderkündigungsrecht gibt es nicht. Unitymedia-Kunden bleiben Kunden von Unitymedia. Sie werden nicht automatisch Vodafone-Kunden. Unitymedia-Kunden können jetzt aber auch Vodafone-Produkte kaufen.

Kundenservice

Unitymedia-Kunden können sich mit Fragen oder Problemen ab sofort an den Vodafone-Kundenservice wenden. Die bisherigen Unitymedia-Rufnummern bleiben aber erhalten. Auf der Kontaktseite von Unitymedia sind die Rufnummern zu finden. Die Webseite von Unitymedia ist inzwischen mit dem Logo von Vodafone versehen.

Shops

Die Unitymedia-Shops werden nach und nach umgestaltet und an das Markendesign von Vodafone angepasst werden. Bis Ende 2020 soll es noch einige Shops unter der Marke Unitymedia geben.

Hardware

Die Hardware, die Unitymedia-Kunden benutzen, können auch weiterhin verwendet werden. Das gilt sowohl für das Internet als auch für Geräte zur Nutzung des TV-Empfangs.

Preise

Teilweise gibt es noch unterschiedliche Preise und Produkte. Diese sollen aber aut Vodafone so schnell wie möglich angepasst werden.

Wechsel

Ein Wechsel von Kabel auf DSL und umgekehrt ist möglich. Die bestehenden Vertragslaufzeiten müssen allerdings berücksichtigt werden. Rufnummern können mitgenommen werden.Beim Wechsel von DSL auf Kabel entfällt die Restlaufzeit des DSL-Vertrages.

E-Mail

E-Mailadresse von Unitymedia bleiben bestehen und können weiterhin benutzt werden.

Rechnungen

Vodafone und die ehemalige Unitymediagesellschaft erstellen bis auf Weiteres weiterhin eigene Rechnungen.

Mitteilung Vodafone

(dpa/dw/red)