Flugbetrieb: Tuifly hebt nach zahlreichen Ausfällen wieder ab

Flugbetrieb : Tuifly hebt nach zahlreichen Ausfällen wieder ab

Vom Düsseldorfer Flughafen gingen am Sonntag alle Flieger wie vorgesehen in die Luft. Zwei Landungen gestrichen.

Köln/Düsseldorf. Der Flugbetrieb von Tuifly konnte am Sonntag nach den massiven Ausfällen der Vortage auch an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf fast wieder im geplanten Umfang abgewickelt werden. „Die Lage beim TuiFly normalisiert sich wieder etwas“, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Flughafens.

Am Samstag fanden alle für Düsseldorf geplanten acht Landungen statt, dagegen fielen alle neun Starts aus. Am Sonntag konnten alle geplanten sieben Starts durchgeführt werden, von acht Landungen wurden zwei aus Fuerteventura und Kreta gestrichen. Bei Air Berlin gab es keine Ausfälle. Insgesamt zeigte man sich beim Flughafen mit dem Auftakt der Herbstferien zufrieden. Am Wochenende gab es dort insgesamt knapp 1200 Flüge.

In Köln/Bonn fanden alle Tuifly-Flüge statt. Allerdings fielen dort noch vier Air-Berlin-Flüge aus, die Tuifly übernehmen sollte. Bei Tuifly war es tagelang zu massiven Ausfällen und Verspätungen gekommen, weil sich viele Crew-Mitglieder nach Bekanntwerden eines geplanten Umbaus des Unternehmens krank gemeldet hatten.

„Dass die Mitarbeiter nicht wirklich krank sind, ist ja wohl offensichtlich. Aber sie machen damit ihre eigene Firma kaputt“, sagte ein Pilot von Air Berlin, der namentlich nicht genannt werden möchte, unserer Zeitung. Schlimm sei, dass die Kollegen von Air Berlin mit in diesen Strudel gezogen werden. „Die Kollegen von Air Berlin sind ganz schön sauer auf die Tui-Mitarbeiter, denn die Fluggäste wissen nicht, dass die Air Berlin-Maschinen nicht fliegen können, weil die Crew von Tui ist.“

Vor einer Woche war bekannt geworden, dass Tuifly in eine neue Dachholding unter Führung von Etihad integriert werden soll. Vertreter der Arbeitnehmer befürchteten Jobverluste und kritisierten mangelnde Informationen.

Am Freitag war Tui den Forderungen der Arbeitnehmer mit einer mindestens dreijährigen Standort- und Tarifgarantie entgegengekommen. Zudem wurde eine Entscheidung über die geplante Neuordnung auf Mitte November verschoben. step/akrü/lnw

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