Thyssenkrupp will betriebsbedingte Kündigungen vermeiden

Zugeständnisse : Thyssenkrupp will betriebsbedingte Kündigungen vermeiden

Der Industriekonzern Thyssenkrupp will bei dem geplanten Stellenabbau möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen.

Das sehe eine Grundlagenvereinbarung des Unternehmens mit der IG Metall vor, teilte Thyssenkrupp-Personalvorstand Oliver Burkhard über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. „Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir vermeiden, sind aber in Ausnahmen (ultima ratio) möglich“, heißt es in dem Tweet Burkhards vom Samstag. Die Vereinbarung mit der Gewerkschaft sei ein „gutes Signal“. Sie beschreibe „was wir uns zumuten“. Thyssenkrupp will in den kommenden drei Jahren 6000 Stellen streichen, davon 4000 in Deutschland.

Thyssenkrupp steht vor einem radikalen Strategiewechsel. Der Konzern hatte am Freitag seine geplante Aufspaltung in zwei eigenständige Unternehmen abgesagt und auch die Fusion seiner Stahlsparte mit dem indischen Konkurrenten Tata gestoppt. Man rechne nicht mehr mit der Genehmigung der Fusion durch die EU-Kommission, hatte Thyssenkrupp-Vorstandschef Guido Kerkhoff gesagt. Den Wettbewerbshütern habe der angebotene Verkauf einzelner Werke nicht gerecht. Weitere Zugeständnisse wollten Thyssenkrupp und Tata nicht machen.

Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidnt Armin Laschet (CDU) begrüßte die Vereinbarung. „Das Konzept, das mir Vorstand und Gewerkschaften gemeinsam vorgestellt haben, ist überzeugend. Es bietet Zukunftschancen für Thyssenkrupp und für Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen“, ließ er nach einem Treffen mit Kerkhoff und dem Vizevorsitzenden des Thyssenkrupp-Aufsichtsrats, Markus Grolms von der IG Metall, mitteien.

(dpa)
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