Devisen: Eurokurs behauptet Gewinne vom Freitag - Im Verlauf über 1,24 Dollar

Devisen: Eurokurs behauptet Gewinne vom Freitag - Im Verlauf über 1,24 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Montag per Saldo seinedeutlichen Gewinne vom Freitag behauptet. Angesichts der Hoffnung auf einmögliches künftiges Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde dieeuropäische Gemeinschaftswährung zuletzt in New York mit 1,2393 US-Dollargehandelt und damit in etwa auf dem Niveau vor dem Wochenende.

Im frühen Handelbis auf 1,2444 Dollar gestiegen, hatte sich der Euro seit seinem Tief vomDonnerstag in der Spitze um drei Dollar-Cent erholt. Die Europäische Zentralbank(EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2379 (Freitag: 1,2245) Dollar festgesetzt.

"Die seit Freitag anhaltende positive Stimmung für den Euro hat sich amMontag fortgesetzt", sagte Viola Julien, Devisenexpertin bei der LandesbankHessen-Thüringen (Helaba). Seit Freitag würden die Aussagen von EZB-Chef MarioDraghi zur Euro-Rettung vom Donnerstag positiver bewertet. Draghi hatte möglicheKäufe von kurzlaufenden Euro-Staatsanleihen in Aussicht gestellt, falls Länderwie Spanien und Italien strikte Auflagen durch die Rettungsfonds EFSF oder ESMakzeptierten. Die Risikoaufschläge spanischer und italienischer Anleihen gingenim Zuge dessen auch am Montag noch zurück. "Der Euro hat sich zunächst ausseinem Abwärtstrend befreit", sagte Julien. Angesichts der bereits erreichtenhohen Niveaus seien zunächst aber auch keine weiteren Kursgewinne zu erwarten,betonte sie.

Zudem hat sich die griechische Regierung mit ihren internationalenKreditgebern auf die Eckpunkte eines weiteren milliardenschweren Sparpaketsgeeinigt. "Es wurden Fortschritte registriert", hatte der Vertreter desInternationalen Währungsfonds (IWF), Poul Thomsen, am Sonntag zu Reporterngesagt. Laut Julien ist damit ist ein weiterer mögliche Belastungsfaktor für denEuro zunächst aus dem Weg geräumt worden. Wichtige marktbewegendeKonjunkturdaten werden in der laufenden Woche nicht erwartet. Aussagen aus derPolitik und EZB können laut Julien jedoch jederzeit für Kursausschlägesorgen.

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