Nach Referendum Droht der „Italexit“ aus dem Euro?

Rom (dpa) - Vor dem Referendum wurden wieder Sorgen um einen sogenannten „Italexit“ laut, also einen möglichen Ausstieg Italiens aus dem Euro.

Befeuert wird dies durch Befürchtungen, dass ein Scheitern der Verfassungsreform und eine Regierungskrise das hoch verschuldete Land weiter schwächen und die Bankenkrise verschärfen, so dass eine neue Eurokrise droht.

Andererseits wird bei einem Sturz von Premierminister Matteo Renzi befürchtet, dass die euro-kritische Fünf-Sterne-Bewegung erstarkt. Die Protestpartei hat ein Referendum über den Euro versprochen. Allerdings müsste ein Euro-Austritt sowieso im Parlament entschieden werden und bisher gibt es kein festgeschriebenes Regularium, wie ein Land überhaupt aus dem Euro aussteigen kann. Für Gianluca Salford von der Bank JP Morgan ist eine „Italexit“-Mehrheit im italienischen Parlament unwahrscheinlich. Die Finanzmärkte würden die Politik schon rechtzeitig auf Linie bringen.

Und manche Experten sehen mögliche Marktturbulenzen nach dem Referendum sowieso nur als „Sturm im Wasserglas“, der nach kurzer Zeit wieder vergehe.

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