Freizeitforscher auf dem Rhein

Texthelden 2019 : Freizeitforscher auf dem Rhein

In der vergangenen Woche machten sich besonders interessierte Jugendliche der Jahrgangsstufe 8 der Else Lasker-Schüler Gesamtschule mit Bus und Bahn auf den Weg nach Duisburg, um ihr Klassenzimmer gegen einen Schultag auf der „Max Prüss“ einzutauschen.

Dort führten sie spannende Umweltexperimente unter der Anleitung der Besatzung durch.

„Zum Aktionsbereich der ,Max Prüss‘ gehören der Rhein, die Ruhr, die Weser und das gesamte westdeutsche Kanalnetz“, erklärte Ute Brüll-Pehl, Chemieingenieurin beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mit Ute Brüll-Pehl und Kirsten Tünte wurde mithilfe chemischer Versuche die Gewässergüte der genommenen Wasserproben vom Rhein untersucht. Die gefundenen Nitritwerte waren dabei jedoch erstaunlich niedrig. „Ein Grund dafür ist der starke Niederschlag der letzten Tage“, so Tünte in der abschließenden Laborbesprechung.

Mit dem Biologen Harald Ticher wurden die Bodenproben aus dem Rhein dann auch auf anhaftende Lebewesen hin untersucht. In Petrischalen und unter der Lupe betrachtet wurden diese mit fachkundiger Hilfe bestimmt. Aufgrund des an diesem Tag herrschenden Hochwassers war die tierische Ausbeute leider nicht ganz so vielfältig wie sonst, aber einige typische Bewohner der untersuchten Zone konnten trotzdem nach intensiver Suche gefunden und bestaunt werden.

Bei Bert Meier, dem Kapitän des Schiffes, gab es zudem die Gelegenheit, die Schifffahrt auf dem Rhein rund um das Duisburger Hafengebiet zu beobachten. Außerdem erhielten die Jugendlichen spannende Fakten über die Ausbildung zum Binnenschiffer. Schiffsknoten standen auch auf dem Plan.

Am Ende kamen noch einmal alle zusammen, um gemeinsam die gewonnenen Ergebnisse auszuwerten und die Erlebnisse dieses Tages abschließend zu bewerten. „Ein gelungener Tag“, stellten sowohl die Freizeitforscher als auch die Besatzungsmitglieder der „Max Prüss“ fest. Viele Schülerinnen und Schüler freuen sich schon auf eine mögliche Wiederholung – dann aber gerne bei strahlendem Sonnenschein!