Stadtwerke Düsseldorf: Wenn wir blaumachen!

Stadtwerke Düsseldorf: „Wenn wir blaumachen, ist es kalt“

Die Stadtwerke versorgen Düsseldorf nicht nur mit Strom und Wasser, sie kümmern sich auch um die Abfallentsorgung und treiben klimafreundliche Mobilität voran. Im Interview ­verrät uns Hans-Günther Meier aus dem Vorstand der Stadt­werke, wie er selbst Medien nutzt, ­warum er Düsseldorf liebt und was alles nicht funktionieren würde, wenn die Stadtwerke blaumachen würden.

Wie sieht für Sie der perfekte Start in den Tag aus?

Ein guter Start in den Tag beginnt für mich mit einem strammen Fußmarsch ins Büro und einem Coffee to go.

Warum unterstützen die Stadtwerke Düsseldorf Texthelden?

Die Stadtwerke Düsseldorf sind einer der größten Arbeitgeber der Region. In diesem Zusammenhang nehmen wir auch die Verantwortung gegenüber jungen Menschen ernst. Dazu gehört neben einer guten Ausbildung auch die Zusammenarbeit mit Partnerschulen und Projekten wie Texthelden. In diesem Projekt werden die Schülerinnen und Schüler zu Nachwuchsjournalisten und sammeln Einblicke in die Arbeitswelt – unter anderem bei den Stadtwerken Düsseldorf. Wir fördern damit nicht nur die Bildung der Schülerinnen und Schüler, sondern wecken gleichzeitig das ­Interesse am Berufsleben.

Wie konsumieren Sie persönlich Nachrichten?

In vielfältiger Weise: online via Smartphone und Tablet, aber natürlich auch klassisch mit den gedruckten Düsseldorfer Tageszeitungen. Zu Letzterem fehlt mir an manchen Arbeitstagen leider die Zeit, aber am Wochenende muss ich Zeitungspapier in der Hand haben. Es ist einfach immer noch ein schönes Gefühl.

Wenn alle bei den Stadtwerken für einen Tag nicht arbeiten würden, was würde dann alles nicht funktionieren?

Wenn die Stadtwerke Düsseldorf mal blaumachen würden, wäre es an einem Wintertag wie heute ganz schön dunkel und kalt. Es würde beispielsweise das Licht nicht angehen, das Wasser nicht fließen, die Heizungen blieben kalt, die Ampeln und Laternen im Straßenverkehr würden nicht funk­tionieren und den Verkehr lahmlegen. Wir könnten unsere Handys nicht mehr laden, nicht mehr kochen, nicht mehr fernsehen und ich könnte noch einiges mehr aufzählen. Viele Dinge, die für uns heutzutage selbstverständlich sind, würden nicht mehr funktionieren.

Heizung, Licht, Waschmaschine – alles können wir über ­unsere Smartphones passgenau steuern. Aber ist das Smart­ Home wirklich umweltfreundlicher?

Ein wesentlicher Vorteil bei Smart Home ist das Potenzial an Energieeinsparungen. Ein umweltfreundlicher Lebensstil hinsichtlich der Energieversorgung hängt jedoch von weitaus mehr Faktoren ab. Hierbei kommt es beispielsweise auch darauf an, welchen Strom wir beziehen. Umweltfreundlich sind hier die erneuerbaren Energien oder auch Strom sowie Wärme aus Erzeugungsanlagen mit Kraftwärmekopplung wie unserem Erdgaskraftwerk „Fortuna“ auf der Lausward im Hafen. Es arbeitet so umweltfreundlich, dass die hierbei erzeugte Wärme den erneuerbaren Energien gleichgestellt ist.

Bis in den späten Abend am PC und den ganzen Tag bei Whatsapp – verbrauchen Jugendliche heute eigentlich mehr Strom als früher?

Das ist sicher der Fall. Aber in meiner Jugend waren Elektro­geräte auch lange nicht so energiesparend wie heute.

Warum lieben Sie Düsseldorf?

Als waschechter Karlsruher bin ich auch am Rhein aufgewachsen, das verbindet. Düsseldorf ist eine Stadt mit vielen Facetten: Kunst und Kultur, Restaurants, Kneipen und Karneval – die Stadt hat so viel zu bieten; und das in der Innenstadt auf relativ wenigen Quadratkilometern. Wenn man so will, ist Düsseldorf die kompakteste Großstadt Deutschlands. Außerdem mag ich die offene Herzlichkeit der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer. Engländer würden wohl sagen: „a place to be“.

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