Zeitenwende im Kampf gegen Doping

Zeitenwende im Kampf gegen Doping

Ein Kommentar von WZ-Redakteur Stephan Esser

Das Urteil im Fall Claudia Pechstein läutet eine Zeitenwende im Kampf gegen Doping ein. Diejenigen, die bisher das Unschuldslamm mimten, kommen nun ins Schwitzen. Es bedarf nicht mehr zwingend einer positiven Dopingprobe. Indizien reichen, um eine Sperre auszusprechen.

Dass bei Deutschlands erfolgreichster Winter-Olympionikin ein erhöhter Anteil an roten Blutkörperchen ausgerechnet an Wettkampftagen auffiel, werteten die Richter als Doping. Dass sich Pechstein als Opfer einer sportpolitischen Entscheidung fühlt, ist nachvollziehbar. Zumal das Verfahren nicht frei von Pannen war. Trotzdem gibt das gefundene Urteil nun die Richtung vor.

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