Heimvorteil: DSV-Adler heiß auf Podestplätze

Heimvorteil: DSV-Adler heiß auf Podestplätze

Willingen (dpa) - Auch ohne den einstigen Popstar des deutschen Skisprungs wollen die DSV-Adler bei der Team Tour möglichst oft auf das Podest fliegen und für Partystimmung bei den Fans sorgen.

Während Altmeister Martin Schmitt nach überstandener Knieverletzung im Training um die Rückkehr in den Weltcup kämpft, fiebern die neuen Publikumslieblinge Severin Freund und Richard Freitag den Heimauftritten in Willingen, Klingenthal und Oberstdorf entgegen. „Die Team Tour ist immer eine lässige Serie, das wird cool“, sagte Freund.

Schon zum Auftakt an diesem Wochenende in Willingen, wo der Bayer im Vorjahr den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere feierte, peilt Freund eine Top-Platzierung an. „Speziell an Willingen habe ich gute Erinnerungen. Auf das Podest soll's auf jeden Fall gehen“, verkündete der 23-Jährige sein Ziel für den Teamwettbewerb am Samstag und das Einzelspringen am Sonntag.

Vor seinem ersten Auftritt auf der Mühlenkopfschanze, wo insgesamt 30 000 Fans erwartet werden, steht Senkrechtstarter Freitag. „Die Kollegen haben mir schon viel von der fantastischen Stimmung in Willingen erzählt und ich bin auf diese wirklich sehr große Großschanze gespannt“, sagte der Sachse. Wie sein Zimmerkollege Freund hofft auch er auf weite Flüge: „Die Form stimmt und ich fühle mich fit.“

Auch Bundestrainer Werner Schuster hängt die Messlatte für seine Schützlinge hoch. „Wir wollen uns als erster Verfolger Österreichs positionieren. Seit Beginn der Saison liefern wir uns mit Norwegen einen harten Kampf um Platz zwei im Nationencup. Wir wollen den Heimvorteil nutzen und uns wieder vor die Norweger schieben“, sagte Schuster.

Allerdings fällt zum Auftakt neben Schmitt auch noch Michael Neumayer aus. Der 33 Jahre alte Routinier musste wegen eines grippalen Infekts kurzfristig passen und trat am Freitagvormittag die Heimreise an. „Heute Nacht hat der Infekt mit Fieber komplett zugeschlagen. Ich habe kaum geschlafen“, berichtete Neumayer. Dennoch ist Schuster zuversichtlich, dass der Heimvorteil vor allem seine Vorzeigespringer Freund und Freitag beflügelt. „Wir sind auf dem Weg, die beste Saison seit mehr als fünf Jahren zu springen. In den nächsten Tagen haben wir endlich wieder eine Chance, unsere positive Entwicklung auch auf heimischem Boden unter Beweis zu stellen“, meinte der Chefcoach.

Deshalb hat er für den Teamwettbewerb eine klare Zielvorgabe gemacht. „Trotz der bisher guten Leistungen im laufenden Winter ist es uns noch nicht gelungen, mit der Mannschaft einen Podestplatz zu feiern. Wir haben also diesbezüglich noch etwas gut zu machen. Und Willingen ist mit seinem fantastischen Publikum dafür ein ideales Pflaster“, erklärte Schuster.

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