Die Biathlon-Disziplinen im Überblick

Die Biathlon-Disziplinen im Überblick

Ruhpolding (dpa) - Biathlon kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Doppelkampf“ - Skilaufen und Schießen im Wechsel. Die erste offizielle Weltmeisterschaft fand 1958 im österreichischen Saalfelden statt, aber nur für die Männer.

Die Frauen kämpfen seit 1984 um WM-Medaillen.

1960 wurde es mit dem Männer-Einzel olympisch. Erst 1992 folgten die Damen. Derzeit sind Einzel, Verfolgung, Sprint, Massenstart und Staffeln olympisch. Ab 2014 ist auch die Mixed-Staffel im Olympia-Programm.

Einzel: Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Damen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute. Der Zeitschnellste gewinnt. Der Fokus liegt auf dem Schießen, gute Schützen haben die besten Siegchancen. Erster Olympiasieger war der Schwede Klas Lestander, Weltmeister 1958 wurde in Adolf Wiklund ebenfalls ein Schwede.

Sprint: Mit 7,5 Kilometern bei den Damen und 10 Kilometern bei den Herren der kürzeste Wettkampf. Erst wird fünfmal liegend geschossen, dann fünfmal stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Starke Läufer können einige Fehler kompensieren und schaffen dennoch den Sprung aufs Podest. Der Zeitschnellste gewinnt.

Verfolgung: Oder auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 bzw. 12,5 Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.

Massenstart: Seit 1998 im Weltcup-Programm. Die 30 Bestplatzierten der Weltcup-Wertung dürfen starten. Wie im Massenstart stehen vier Schießeinlagen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 bzw. 15 Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde. Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.

Staffel: Gestartet wird im Quartett - die Damen müssen 4 x 6 Kilometer laufen, die Herren 4 x 7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen jeweils drei Nachlader (Zusatzschuss). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Der Schnellste gewinnt.

Mixed-Staffel: Das Quartett besteht aus zwei Damen und zwei Herren. Erst laufen die Damen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen. Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist.

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