Nationalelf: Warum die Niederlage gegen Mexiko ein gutes Omen für Deutschland ist

Nationalelf : Warum die Niederlage gegen Mexiko ein gutes Omen für Deutschland ist

Zum sechsten mal bleibt Deutschland zum WM-Auftakt sieglos. Aber es gibt Hoffnung: Nach der größten Blamage ging es bis ins Finale - ein Rückblick auf andere Nationalelf-Pleiten.

1938: 1:1 gegen die Schweiz: Die hochgehandelte Auswahl des Großdeutschen Reichs kommt im Achtelfinale, mit dem das Turnier beginnt, auch in der Verlängerung nicht über ein 1:1 hinaus und verliert das Wiederholungsspiel mit 2:4 — Aus in der ersten Runde.

1962: 0:0 gegen Italien: Das Spiel ist hässlich, geprägt von Defensivspiel und Fouls. Das Ergebnis ist für die deutsche Mannschaft, die dem Sieg näher ist als Italien, der Grundstein zum Gruppensieg. Im Viertelfinale ist gleich danach Schluss: 0:1 gegen Jugoslawien.

1978: 0:0 gegen Polen: Das offizielle Eröffnungsspiel ist ein trost- und torloses Gekicke — ein Vorgeschmack auf das was folgt. Die DFB-Auswahl enttäuscht auf der ganzen Linien und setzt mit dem 2:3 gegen Österreich einen historischen Tiefpunkt.

1982: 1:2 gegen Algerien: Eine der größten Sensationen: Die überhebliche DFB-Elf verliert verdient gegen den Außenseiter, auf dessen Kosten sie dank des schändlichen 0:0 gegen Österreich die nächste Runde und dann das Finale (1:3 gegen Italien) erreicht.

1986: 1:1 gegen Uruguay: Beckenbauers Rumpelfußballer schaffen erst kurz vor Schluss den Ausgleich durch Klaus Allofs gegen die überharten Urus. Mit deutschen Fußball-Urtugenden kommt die Elf bis ins Finale. „Keiner weiß, warum“, spottet der Kaiser.

2018: 0:1 gegen Mexiko: Damit hat niemand gerechnet. Trotz schwacher Testspiel geht der Weltmeister selbstbewusst in die erste Partie — und verliert völlig verdient gegen die Mexikaner.

Die Blick zurück zeigt: Auch nach einem Fehlstart kann es bis ins Finale gehen…

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