Tennis Regen könnte zum Nachteil werden

Krefeld · Blau-Weiß Krefeld trifft am Freitag im Topspiel auf Aachen. Die Wetterprognose ist schlecht.

Stefano Travaglia wird wieder für Blau-Weiß aufschlagen.

Stefano Travaglia wird wieder für Blau-Weiß aufschlagen.

Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Die Wetterprognose für den Raum Aachen sagt für den Freitag Regen, kräftigen Wind und sogar Gewitter gegen Abend mit hoher Wahrscheinlichkeit voraus. Ausgerechnet an dem Tag, wenn sich der Tabellenführer Blau-Weiß Aachen und die an Nummer zwei platzierten Krefelder von Blau-Weiß auf der Anlage am Luxemburger Ring gegenüberstehen sollen. Der Kampf um Rang eins in der zweiten Tennis-Bundesliga Nord steht über allem. Doch ein regenreicher Tag könnte die Karten im Verlaufe des Nachmittags wieder neu mischen. „Wenn wir in die Halle umziehen müssten, wäre das für uns ein klarer Nachteil“, findet Blau-Weiß-Sprecher Jörg Zellen, der zum engsten Kreis um die Mannschaft gehört. Viele Jahre ist es her, dass die Krefelder von der gewohnten Asche unters Dach gehen mussten.

Blau-Weiß Krefeld kann erstmals auf Antoine Bellier zurückgreifen

Seit 2017 verfügt der Club aus Aachen über eine Traglufthalle mit Asche, die allerdings nur um Winter genutzt wird. Teppichbelag gibt es hingegen in der Tennishalle Vaals in der Nähe. Die vergangenen Juli-Sommer waren stets weitgehend warm und trocken. Gut möglich, dass beide Teams am Freitag improvisieren müssen.

Die Krefelder können am Freitag erstmals in dieser Saison auf ihren an Nummer zwei geführten Antoine Bellier vertrauen. Der in Genf geborene 26-Jährige besitzt einen französischen Pass, was ihn für die deutschen Bundesligen interessant macht, weil er damit nicht als EU-Ausländer gilt. Der Linkshänder und Hüne rangiert derzeit auf Platz 303 im Einzel. Im vergangenen April erreichte Bellier seine höchste Position der Karriere, war zwischenzeitlich der 168. der Welt. Sein Idol ist der Schweizer Stan Wawrinka, sein Lieblingsbelag der Hartplatz. Neben dem Tennis interessiert er sich für Basketball, fiebert mit den Cleveland Cavaliers in der nordamerikanischen Profiliga NBA. Bei Blau-Weiß wird er am Freitag in Aachen als Nummer eins aufschlagen.

Dahinter standen am Donnerstagmittag noch Fragezeichen. Federico Gaio verlor in Verona im Achtelfinale im Einzel, trat am Nachmittag aber noch im Doppel an.  Stefano Travaglia unterlag derweil in Zug und stand bereit. Nicht nur wegen seiner starken Einzel-Bilanz von 4:0 in dieser Saison ist er ein absoluter Leistungsträger, sondern auch durch sein aufgeschlossenes Wesen und seiner Herzlichkeit ein gern gesehener Teamspieler. Definitiv dabei sein in der Delegation werden auch wieder die beiden Deutschen Gero Kretschmer (2:1 im Einzel) und Tom Schönenberg (2:2). Beide haben gezeigt, dass sie in der Konkurrenz der zweiten Liga durchaus mithalten können. „Sie bringen sich ein und lassen ihr Herz auf dem Platz“, lobt Zellen. Darauf hofft man aus Krefelder Sicht auch am Freitag in Aachen, sollten sie wieder zum Schläger greifen müssen in diesem Spitzenduell. Wie man hört, haben die Verantwortlichen bei Blau-Weiß aber auch weitere Kandidaten in der Hinterhand. Fest eingeplant ist auch wieder der Spanier Carlos Sanchez Jover, der die Krefelder Macher überzeugen konnte bisher. Ein Sieg und eine Niederlage jeweils im Einzel und Doppel stehen zu Buche. „Er nach seiner Niederlage in seinem ersten Match für uns danach befreit aufgespielt“, sagt Zellen.