Schalker Supersturm kann’s doch

Schalker Supersturm kann’s doch

Der zweifache Torschütze Rául und Huntelaar treffen zum 3:0-Sieg gegen Aufsteiger FC St. Pauli.

Gelsenkirchen. Es waren schon einige Monate ins Land gegangen, seitdem die Anhänger des FC Schalke 04 die Gelsenkirchener Arena in ein derart stimmungsvolles Stadion verwandelt hatten, dass es den Gegnern wenig Freude bereitete, dort spielen zu müssen.

Am Freitag Abend, beim 3:0 (0:0) der Mannschaft von Trainer Felix Magath gegen Aufsteiger FC St. Pauli, war die Erleichterung nach dem zweiten Bundesliga-Saisonsieg so immens, dass die Mehrheit der 61.673 die Gelegenheit nutzte, ihrer unbändigen Freude darüber lautstark Ausdruck zu verleihen.

Die kollektive Anspannung auf den Rängen wurde bereits nach dem 1:0 nach nur 14 Minuten deutlich. In dieser Minute spielte Atsuto Uchida einen Querpass in den Strafraum des FC St. Pauli und ausgerechnet Rául, der zuletzt so formschwache Spanier erzielte die Führung für die Königsblauen, die mit einem ohrenbetäubenden Aufschrei gefeiert wurde.

Trainer Felix Magath hatte dem Offensivspieler vor dem Spiel die "Empfehlung" ausgesprochen, sich häufiger in der Sturmspitze aufzuhalten.

Diese taktische Hilfestellung für den 33-Jährigen verlieh dem Spiel der Schalker mehr Struktur. Allerdings war auch trotz der frühen Führung die Nervosität bei den Spielern weiterhin allgegenwärtig. Die Krise ist nicht spurlos an den Spielern vorbei gegangen. Denn im Anschluss blieben die Schalker seltsam zurückhaltend, gerade Spielgestalter José Jurado erlaubte sich viele Ballverluste.

Die Hamburger trugen einige Konter vor, von denen einer zu einem Treffer gegen eine bisweilen sehr wacklige Defensive hätte führen können, aber Deniz Naki versagten die Nerven. Doch der zuletzt ebenfalls gescholtene Klaas-Jan Huntelaar sorgte für die Entscheidung. Nach einem Eckball von Jefferson Farfan erzielte er per Kopfball das 2:0 (53.). Rául ließ mit seinem zweiten Tor das 3:0 (81.) folgen. Der Abend für eine große Feier der Schalker war bereitet.

Mehr von Westdeutsche Zeitung