Formel 1: Rekordhalter und Rüpel

Formel 1: Rekordhalter und Rüpel

Diese Vater-Sohn-Duos haben in der Formel 1 für Aufsehen gesorgt.

<

p class="text">

Ingolstadt. Wie der Vater, so der Sohn. Am vergangenen Sonntag krönte Nico Rosberg seine überragende Saison und fuhr in Abu Dhabi zum Titel in der Formel 1. Seinem Vater Keke war dieses Kunststück 1982 gelungen. Die Rosbergs sind aber nicht das einzige Vater-Sohn Gespann, das im Formel 1-Zirkus auf sich aufmerksam machen konnte. Ein Überblick:

Gilles und Jacques Villeneuve: Vater Gilles fuhr 1977 nur ein Rennen für McLaren in der Formel 1, bevor er sich Ferrari anschloss. 1979 wurde er Vize-Weltmeister hinter Jody Scheckter. Im Alter von 32 Jahren starb Gilles Villeneuve bei einem Trainingsunfall im belgischen Zolder. Sein Sprössling Jacques wechselte 1996 in die Formel 1. Schon in seinem zweiten Jahr gewann er den Titel. Jacques war als Paradiesvogel bekannt. Er sorgte auch neben der Strecke mit bunten und und verrückten Frisuren sowie dem schlabbrigen Overall, einem seiner Markenzeichen, für Aufsehen.

Jos und Max Verstappen: Jos Verstappen ist mit 106 Einsätzen in der Formel 1 der niederländische Rekordhalter in dieser Kategorie. Und bis zum Großen Preis von Spanien 2016 mit zwei Podestplätzen der erfolgreichste Fahrer gewesen. Spektakulär war sein Feuerunfall 1994 in Hockenheim, den Jos leicht verletzt überstand. Sohn Max wurde 2015 Stammfahrer in der Formel 1 bei Toro Rosso. Beim Australien Grand Prix 2015 gab Max schließlich mit 17 Jahren, fünf Monaten und 13 Tagen sein Formel-1-Debüt. Als Verstappen den Spanien Grand Prix 2016 gewann, wurde er der jüngste Sieger aller Zeiten. Zudem ist er der erste niederländische Formel-1-Gewinner. In der zurückliegenden Saison fiel der hochveranlagte Max durch seinen mutigen, aber zuweilen auch rücksichtslosen Fahrstil auf.

Graham und Damon Hill
: Graham Hill ging zwischen 1958 und 1975 bei 176 Formel-1-Rennen an den Start und gewann dabei zwei Mal die Weltmeisterschaft. Im Laufe seiner Formel-1-Karriere startete er für Lotus, BRM, Rob Walker Racing, Brabham und sein eigenes Team Embassy Hill. Graham starb 1975 bei einem Flugzeugabsturz. Sohn Damon startete seine Karriere auf zwei Rädern, ehe er in die Fußstapfen des Vaters trat. Von 1992 bis 1999 fuhr er in der Formel 1, sein großer Rivale war Michael Schumacher. 1996 wurde Damon Hill Weltmeister — sein Vater Graham und er sind neben den Rosbergs das einzige Vater-Sohn-Duo, bei dem beide Generationen den Titel in der Formel 1 gewonnen haben.

Nelson und Nelson Angelo Piquet: Nelson Piquet, der von 1978 bis 1991 in der Formel 1 an den Start ging, wurde drei Mal Weltmeister. Der Champion galt nicht nur während der Rennen als aggressiver Zeitgenosse. Nach einer Kollision mit Eliseo Salazar flogen 1982 beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim die Fäuste. Noch auf der Strecke ging Piquet auf den Chilenen los. Auch sein Sohn Nelson Angelo genießt in der Formel 1 keinen besonders guten Ruf. Das hat vor allem mit einem Vorfall aus dem Jahr 2008 zu tun. Beim Nachtrennen in Singapur fuhr er nach 15 Runden genau in dem Moment in die Mauer, als Alonso frisch aufgetankt aus der Boxengasse kam. Der Spanier war als einziger Pilot vor der Safety-Car-Phase zum Nachtanken in die Box gefahren, dieser Vorteil verhalf ihm letztlich zum Sieg. Der junge Piquet beichtete später, den Unfall absichtlich herbeigeführt zu haben.