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U19 des Wuppertaler SV will in starker Bundesliga die Klasse halten

Jugendfußball : U 19 will erstklassig bleiben

Mit 26 Feldspielern und fünf Torhütern im Kader ist die Bundesliga-A-Jugend des WSV in die Vorbereitung gestartet

Während die Regionalliga-Mannschaft des Wuppertaler SV in dieser Woche noch einmal eine Trainingspause einlegt, ist mit der Bundesliga-U19 an diesem Montag das zweite sportliche Aushängeschild des Vereins in die Vorbereitung gestartet. 25 Feldspieler und fünf Torhüter, die zum neuen Kader gehören, versammelte der neue Trainer David Zajas auf dem Rasen am Uellendahl. Nicht mit dabei war nur Isaak Akritidis, der die bisherige Vorbereitung mit der ersten Mannschaft mitgemacht hat, demzufolge in dieser Woche ebenfalls frei macht.

„Er wird vorläufig auch weiter im Regionalligakader mittrainieren, macht bisher einen sehr guten Eindruck“, sagte der Sportliche Leiter des WSV, Stephan Küsters, der interessierter Beobachter der ersten Trainingseinheit der A-Jugend am Uellendahl war. „Inwieweit Isaak dann später bei uns integriert wird, sehen wir noch“, so Zajas, der für die Liga allerdings mit dem talentierten Mittelfeldspieler rechnet.

18 Spieler kommen
aus der eigenen Jugend

Zu den neun Spielern aus der letztjährigen U 19, die noch dabei sind, gehören auch Stanley Antwi-Adjei, Metih Alhanoglu und Samuel Derkum, die im ersten Testspiel ebenfalls schon für die Regionalliga-Mannschaft aufgelaufen waren. Sieben Feldspieler und zwei Torhüter rücken aus der letztjährigen U 17 auf, der Rest kommt von außerhalb.

Insbesondere von Julius Benz, Offensivspieler vom MSV Duisburg, und dem defensivstarken Falk Jorch, der nach drei Jahren aus Düsseldorf zum WSV zurückkehrt, erhofft sich Zajas eine Verstärkung. Jorch musste allerdings noch mit Krücken zusehen. Nachdem er fast die gesamte vergangene Saison verletzt ausgefallen war, war er vor fünf Tagen erneut umgeknickt und hatte sich einen Anriss des Außenbandes zugezogen: Voraussichtliche Pause: sechs Wochen.

„Unser Ziel ist es, auch in der kommenden Saison mit A-, B- und C-Jugend in den höchsten Jugendspielklassen zu bleiben“, formuliert Jugendleiter Dirk Schneider als maximale Richtmarke. David Zajas ist bewusst, dass das für seine Mannschaft ein sehr hohes Ziel ist.

Viele Topclubs, vier
Absteiger und nur 16 Spiele

Die A-Jugend-Bundesliga scheint in dieser Saison besonders hochklassig besetzt. Auch die drei Aufsteiger Essen, Paderborn und Fortuna Köln haben klangvolle Namen. Nur fünf weitere Vereine spielen wie der WSV mit ihren Senioren „nur“ in der Regionalliga (Preußen Münster, RW Essen, RW Oberhausen, Alemannia Aachen und Fortuna Köln), sieben in der Ersten Liga, zwei in der Zweiten Liga und zwei in der Dritten Liga.

Dass es in der 17er-Liga nur eine Hinrunde mit 16 Spielen und vier Absteigern gibt, macht die Aufgabe besonders knifflig. „Wenn du da den Start verschläfst, kannst du das nach hinten heraus wahrscheinlich nicht mehr aufholen“, sagt Zajas. Dafür will er nun in den nächsten sieben Wochen bis zum Saisonstart am 20. September in Aachen die Voraussetzungen schaffen, wobei er seine Spieler schon auf einem ordentlichen körperlichen Niveau erwartet. Dazu hätten sie in den vergangenen fünf Wochen bereits zu Hause ein Athletikprogramm abarbeiten müssen.

Der Konkurrenzkampf dürfte angesichts des großen Kaders riesig sein. Umso mehr Wert legt Zajas auf einen guten Mannschaftsgeist. „Wir wollen als geschlossene Einheit auftreten, natürlich gehört auch eine gewisse Qualität dazu, um in der Liga bestehen“, zu können, sagt Zajas. Das kennt er noch aus eigenen Spielerzeiten bei der SG Wattenscheid, mit der er als spielender Co-Trainer unter Chef André Pawlak von 2011 bis 2013 von der Westfalenliga bis in die Regionalliga durchmarschiert war und sich dort auch im ersten Jahr gehalten hatte. „Mit zehn Spielern aus der damaligen Mannschaft haben wir immer noch Kontakt“, sagt Zajas. „Die Aufgabe hier ist schwierig, aber sehr reizvoll“, sagt der 37-Jährige, der im Hauptberuf Bankkaufmann bei der Sparkasse in Bochum ist.

Um das Geld muss er sich beim WSV nicht kümmern. „Wir haben die Zusage, dass wir mit einem ähnlichen Etat arbeiten dürfen wie zuletzt“, sagt Jugendleiter Dirk Schneider, heißt für alle Teams rund 100 000 Euro.