Kugelstoß-Weltmeister Storl Dritter in Düsseldorf

Kugelstoß-Weltmeister Storl Dritter in Düsseldorf

Düsseldorf (dpa) - Die deutschen Leichtathleten haben sich beim internationalen Hallen-Meeting in Düsseldorf schwer getan. Kugelstoß-Weltmeister David Storl sorgte zusammen mit Weitsprung-Routinier Nils Winter mit dritten Rängen für die besten Platzierungen.

Glänzend aufgelegt waren die US-Amerikanerin Lolo Jones über die 60 Meter Hürden in der Klassezeit von 7,94 Sekunden und Thomas Longosiwa aus Kenia mit 12:58,67 Minuten über 5000 Meter.

Der 21 Jahre alte Storl aus Chemnitz kam im Kugelstoß-Ring nicht über 20,67 Meter hinaus. Den Sieg sicherte sich Hallen-Weltmeister Christian Cantwell (USA) mit 21,31 Meter vor Olympiasieger Tomasz Majewski (Polen), der 21,19 Meter stieß. „Das Niveau habe ich auch, aber die Weite ist okay“, meinte Storl. Im Weitsprung kam Nils Winter (Buxtehude) mit 7,86 Meter auf Platz drei. Bester in der Sandgrube war Ignisious Gaisah (Ghana/7,98). Hallen-Europameister Sebastian Bayer (Hamburg) musste sich mit 7,68 Metern und Rang fünf zufriedengeben.

Pech hatte Katja Demut. Die deutsche Rekordlerin aus Jena musste schon nach dem Einspringen passen und ihr Comeback im Dreisprung nach langer Verletzungspause verschieben. Sie klagte über Schmerzen im Wadenbeinkopf. Favoritin Yargelis Savigne aus Kuba gewann mit 14,22 Metern vor der Ukrainerin Olga Saladuha (14,17 Meter).

Über 800 Meter empfahl sich Adam Kszczot als Gold-Anwärter bei der Hallen-WM im März in Istanbul. In 1:45,44 Minuten rannte der Pole die schnellste Zeit in diesem Winter. Weltrekordler Dayron Robles musste eine Niederlage hinnehmen: Der US-Hürdensprinter Kevin Craddock kam in 7,53 Sekunden und damit zwei Hundertstelsekunden schneller ins Ziel. Der Franzose Jimmy Vicaut rannte über 60 Meter flach starke 6,53 Sekunden. Flott unterwegs war Genzebe Dibaba aus Äthiopien, die über 1500 Meter in 4:01,96 Minuten als Erste ins Ziel kam. Allerdings wurde sie wegen zu frühen Bahnwechselns disqualifiziert und die Ukrainerin Anschelina Schewtschenko (4:07,55) zur Siegerin erklärt.

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