Leichtathletik 800-Meter-Olympiasiegerin Mu nach Sturz nicht in Paris dabei

Eugene · Die US-Olympia-Ausscheidungen sind hart - auch für die Stars. Im Leichtathletik-Team für Paris fehlt über die 800 Meter die Olympiasiegerin von Tokio.

Athing Mu wird in Paris keine Goldmedaille über 800 m holen können.

Athing Mu wird in Paris keine Goldmedaille über 800 m holen können.

Foto: Michael Kappeler/dpa

800-Meter-Olympiasiegerin Athing Mu aus den USA bleibt ein zweites Gold auf dieser Strecke vorerst verwehrt. Durch einen Sturz scheiterte die 22-Jährige als erste prominente US-Leichtathletin bei den Ausscheidungs-Wettkämpfen für die Sommerspiele in Paris. Bei den US-Trials sichern sich traditionell jeweils nur die ersten drei die Tickets.

Beim 800-Meter-Finale in Eugene kam Mu bereits nach knapp 200 Metern zu Fall, weil ihr offenbar eine Konkurrentin in die Hacken getreten war. Sie beendete das Rennen zwar, hatte aber keine Chance mehr auf einen der vorderen Plätze. Nach dem Rennen äußerte sich Mu nicht. Ihr Trainer Bobby Kersee sagte danach, es sei ein Protest eingereicht worden. Dieser wurde später aber abgewiesen. Den Sieg im Finale holte sich Nia Akins in starken 1:57,36 Minuten.

Für Mu war die Olympia-Ausscheidung im US-Bundesstaat Oregon der erste Wettkampf in dieser Saison. Sie hatte zuvor immer Verletzungsprobleme, deutete aber in Eugene in Vor- und Zwischenlauf an, dass sie auf dem Weg zurück zu alter Form ist. Die 800-Meter-Weltmeisterin von 2022 gewann ein Jahr zuvor in Tokio auch Olympia-Gold mit der 4x400-Meter-Staffel der USA. Offen ist, ob sie in diesem Wettbewerb auch in Paris wieder zum US-Team gehören wird. „Sie wird jetzt für ein paar Tage ihre Wunden lecken“, sagte Trainer Kersee.

© dpa-infocom, dpa:240625-99-524358/3

neu: Protest von Mu abgewiesen

(dpa)