Hockey-Teams vor EM-Halbfinaleinzug

Hockey-Teams vor EM-Halbfinaleinzug

Leipzig (dpa) - Deutschlands Hockey-Teams stehen bei der Hallen-EM in Leipzig dicht vor dem Halbfinal-Einzug. Wie die Damen feierten die Herren des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) zum Auftakt der Heim-EM zwei Siege.

Die mit dem Top-Kader vertretenen Herren können sich nach dem glanzlosen 2:1 (0:1) über Titelverteidiger Österreich und dem am Ende glatten 9:2 (3:2) über die Schweiz gegen Spanien gar eine maßvolle Niederlage leisten, um in die Vorschlussrunde zu kommen. Die mit der zweiten Garnitur angetretenen Damen benötigen trotz des 5:3 (3:1) über Tschechien und des 2:1 (2:1) gegen Vize-Europameister Spanien noch einen Punkt gegen Polen, um sicher weiterzukommen.

„Auch wenn gegen die Schweiz nachher fast jeder Schuss ein Treffer war. Ich habe von vornherein darauf hingewiesen, dass der Titelgewinn kein Selbstläufer wird“, sagte Herren-Coach Markus Weise angesichts der Tatsache, dass Siege unterm Hallendach nicht mehr ganz so leicht fallen wie früher. Gegen EM-Champion Österreich als dem erwartet stärksten Gruppengegner drehten Oskar Deecke (25. Minute/Siebenmeter) und Thilo Stralkowski (27.) per Doppelschlag die Partie zugunsten des Favoriten. „Ein Arbeitssieg“, befand Weise. Auch gegen die Schweiz lief es vor 1800 Zuschauern in der Arena Leipzig erst nach der Pause rund. Matthias Witthaus (4), Deecke, Tobias Hauke, Florian Woesch, Tobias Lietz und Benjamin Wess waren die deutschen Torschützen.

Ohne den gesamten A-Kader, der am Montag mit Bundestrainer Michael Behrmann die Vorbereitung auf die Champions Trophy in Argentinien aufnimmt, kam das Damen-B-Team schwer in Tritt. Gegen Aufsteiger Tschechien schossen Dinah Grote (2), Spielführerin Rebecca Landshut, Franziska Hauke und Eva Frank dennoch einen am Ende ungefährdeten Sieg heraus. Gegen die spielstarken Spanierinnen machten Kerstin Holm (17.) und erneut Geburtstagskind Eva Frank (18.) einen Rückstand wett. „Gegen Polen brauchen wir eine Steigerung vor allem bei der Torquote. Wir waren zu harmlos, haben aber auch noch Luft nach oben“, meinte U21-Coach Marc Herbert, der Cheftrainer Behrmann vertritt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung