Ungewisse Zukunft für die HSG Krefeld

Handball : HSG-Handballer vor ungewisser Zukunft

Nach dem Spiel am Donnerstag in Lübeck stehen viele Entscheidungen an.

Kaum Zeit zum Luft holen bleibt für die Handballer der HSG Krefeld nach dem Ende der Hinrunde in der 2. Bundesliga. Denn bereits am Donnerstag, 26. Dezember, um 17 Uhr ist der Rückrundenauftakt beim VfL Lübeck-Schwartau. Nach einer Hinserie voller Kapriolen, gekrönt mit dem letzten Tabellenplatz und nur 2:32 Punkten auf dem Konto, verbietet sich ein sportliches Resümee. HSG-Gesellschafter Thomas Wirtz will sich daher nicht mit der jüngsten Vergangenheit befassen: „Wir haben in den letzten Monaten einige Fehler begangen und daraus eine Menge gelernt. Das wird sich auf diese Weise nicht wiederholen. Aber jetzt müssen wir auf das letzte Spiel des Jahres und in die nahe Zukunft schauen. Was unser neues Trainerduo zum Auftakt mit der Mannschaft abgeliefert hat, war schon prima. Wir werden von verantwortlicher Seite jedenfalls keinen Schnellschuss begehen. Weder in der Trainerfrage noch bei einem neuen Spieler.“

Denn die HSG-Verantwortlichen mit Wirtz an der Spitze und vor allem Stefan Nippes, als sportlichem Leiter und Reserve-Torwart in Personalunion, stehen gleich an verschiedenen Stellen unter Druck. So ist der Markt für einen neuen Trainer, der in das Anforderungsprofil der Krefelder passt, nahezu leergefegt, wie der für einen neuen Torwart oder gar einen neuen Spieler. Die finanziellen Hürden beim kleinsten Zweitliga-Etat spielen zudem eine Rolle, sprachliche Barrieren soll es auf keinen Fall mehr geben. Doch damit ist die Kandidaten-Auswahl auf allen Positionen begrenzt.

Am 9. Januar geht es mit der
Vorbereitung wieder los

Nach dem Lübecker Match bleiben Wirtz, Nippes und Geschäftsführer Andre Schicks genau 14 Tage, um Entscheidungen zu treffen. Denn am Donnerstag, 9. Januar, geht es schon wieder in die Vorbereitung auf die weiteren 16 Rückrundenspiele, die unmittelbar nach der Europameisterschafts-Pause beginnen. Sollte der Glaube an den Klassenerhalt noch nicht ganz verloren sein, besitzen die Spiele in Rimpar am Samstag, 1. Februar, und beim Abstiegskonkurrenten TV Emsdetten am Samstag, 8. Februar, schon Endspielcharakter für eine fast aussichtslose Aufholjagd. Zudem hat die HSG zu berücksichtigen, dass zu Beginn des neuen Jahres in den meisten Klubs die Verhandlungen für neue Spielerverträge auf Hochtouren laufen. Henrik Schiffmann hat mit seinem angekündigten Wechsel im Sommer nach Korschenbroich erste Pflöcke gesetzt. Die HSG-Spieler sind in der 3. Liga oder in der Regionalliga begehrt.

Gar ein Ausverkauf droht, wenn nicht schnell die gewollten Leistungsträger gehalten werden. So beginnt schon in der Lübecker Hansehalle für die HSG-Spieler das Schaulaufen für neue Verträge in Krefeld oder für andere Klubs. ps