Handball : HSG überzeugt mit starker Leistung

Der Handball-Drittligist bezwingt den TV Hochdorf im Heimspiel deutlich mit 30:18

Die HSG Krefeld Niederrhein gibt mit einem verdienten 30:18-Erfolg über den TV Hochdorf am dritten Spieltag in der 3. Handball-Bundesliga die Antwort auf die deutliche 28:34-Auswärtsniederlage beim TuS Kaiserslautern-Dansenberg.

Vor 300 Zuschauern in der Corona-bedingt ausverkauften Glockenspitzhalle legte das Team von Trainer Felix Linden im Vergleich zur Auftakt-Begegnung gegen Haßloch schnell seine Nervosität ab, zeigte, wer Hausherr ist. Während die Gäste auf sechs Spieler verzichten mussten, fehlten den Gastgebern überraschend die Routiniers Marijan Basic und Oliver Milde. Während Basic mit einer Muskelverletzung mehrere Wochen auszufallen droht, laboriert Milde an einer Fußverletzung. Nach wie vor nicht spielbereit ist Kreisläufer Paul Skorupa. Doch der erneut starke Torhüter Oliver Krechel gab der jungen HSG-Abwehr, in der Torjäger Kevin-Christopher Brüren mit 26 Jahren zunächst der älteste HSG-Spieler auf dem Feld war, den notwendigen Rückhalt, und so erhöhten der quirlige Linksaußen Nick Braun, Brüren sowie Rechtsaußen Mike Schulz bereits in der 25. Minute auf 13:6.

Die Halbzeitführung mit neun Treffern Unterschied war gegen einen Gegner, der sich zu viele technische Fehler erlaubte, hoch verdient. Auf der Spielmacher-Position zeigte der erst 19-jährige Carlos Marquis eine starke Leistung. Linden wechselte den HSG-Youngster, um Kräfte zu sparen, immer nur im Angriff ein.

Dort glänzte der ehemalige Dormagener im Spielaufbau gemeinsam mit dem belgischen National-Linksaußen Nick Braun vor allem in der zweiten Hälfte. So stiebitzte Marquis den Pfälzern fünf Minuten vor der Schlusssirene den Ball an der Mittellinie, erhöhte nach einem Alleingang auf 29:15. Das von den HSG-Fans vor dem Abpfiff mehrfach herbeigesehnte 30. Tor gelang Maik Schneider in der letzten Sekunde. Trainer Felix Linden lobte vor allem seine jungen Spieler, war lediglich mit einigen überhasteten Torabschlüssen in der Endphase unzufrieden.