HSG Krefeld: Vonnahmes Comeback auf halblinks geglückt

Handball : Vonnahmes Comeback auf halblinks geglückt

Der erst 24-Jährige bietet sich mit drei Toren als schnelle Alternative beim Zweitligisten HSG Krefeld an.

Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht stand Jonas Vonnahme nach der 19:26-Niederlage des Zweitligisten HSG Krefeld gegen Bietigheim auf der Spielfläche der Glockenspitzhalle. Der 24-Jährige freute sich diebisch über seine Leistung in der Schlussphase einer schon längst verlorenen Begegnung. Drei Tore hatte der gebürtige Fredenbecker in den letzten 20 Spielminuten geworfen, seine ersten Zweitliga-Tore überhaupt. Vonnahme war sich nicht zu schade, in die ungeliebten Nahtstellen der Gäste-Abwehr vorzustoßen. „Ich habe ja nie gesagt, dass es im Angriff mit mir nicht geht. Ich bin halt der letzte verbliebene halblinke Spieler und habe versucht die gegnerische Abwehr ein wenig zu beschäftigen. Das hat ganz gut funktioniert.“

Vonnahme entspricht genau dem Suchbild von Sportchef Stefan Nippes, der emsig in der Handball-Landschaft nach Verstärkungen Ausschau hält: „Der Neue soll Tore werfen, ein guter Abwehrspieler sein und Deutsch sprechen.“ Der 1,94 Meter große Vonnahme erfüllt dieses Profil – Trainer Arnar Gunnarsson hat damit plötzlich eine Alternative zur Hand. 2017 wechselte der Student der Wirtschaftschemie vom damaligen Drittligakonkurrenten VfL Fredenbeck in die Seidenstadt, hat sich in der 3. Liga unter den Ex-Trainern Olaf Mast und Dusko Bilanovic, dann unter Ronny Rogawska eher zu einem etablierten Abwehrspieler entwickelt. Denn nach einigen unglücklichen Gehversuchen auf der halblinken Seite im Angriff, wo es damals, mit gerade 22 Jahren, vielleicht am Selbstbewusstsein noch mangelte, wurde der Student eben zum reinen Abwehrspezialisten umfunktioniert. Überragend seine Leistungen in den beiden Aufstiegsspielen gegen Rostock, als Rogawska ihn mit der Sonderaufgabe gegen den baumlangen Angreifer Andre Meuser betraute.

Doch Vonnahme deutete bei seinen drei Treffern gegen Bietigheim an, dass die Ausbildung bei seinem Heimatklub Fredenbeck, was das Tore werfen betrifft, nicht ganz so schlecht gewesen sein kann. Denn der Ball zischte gleich drei Mal sehr gut platziert in die Maschen. „Ich war mit Sicherheit einer der ganz wenigen Spieler, die in der Schlussphase noch richtig heiß auf das Spiel waren.“ ps