HSG Krefeld schwört sich auf die Relegation ein

Handball : HSG schwört sich auf die Relegation ein

Stadt hisst die Flaggen des Handballvereins. Görden vor möglichem letzten Heimspiel.

Um 21 Uhr probten die Drittliga-Handballer der HSG Krefeld beim Abschlusstraining noch immer den Ernstfall für das erste Aufstiegsspiel am Samstagabend  in der Glockenspitzhalle (19 Uhr). Knapp eine halbe Stunde überzog Trainer Ronny Rogawska die Übungseinheit, weil er immer wieder verschiedene Abwehr- und Angriffsformationen einstudieren wollte. Sein vollbesetzter Kader war bis zur letzten Minute konzentriert am Ball. Der HSG-Coach hat nun wirklich die Qual der Wahl, wer am Samstag in der Startsieben auflaufen wird.

Zum Abschluss traf sich das Team wie gewohnt im Spielerkreis, mit den Händen aufeinander wurde das Training mit dem obligatorischen Mannschaftsspruch: „Help, Help, Hurra“ beendet. Kapitän Marcel Görden war mit ein wenig Wehmut dabei. „Vielleicht ist das Spiel gegen Rostock ja tatsächlich mein letztes Heimspiel in der Glockenspitzhalle, falls wir den Aufstieg sofort packen sollten. Aber ich könnte mir auch kein besseres Ende vorstellen. Es wäre die Krönung meiner Laufbahn. Wenn es am schönstes ist, möchte ich eben Schluss machen“. Görden ist und bleibt aber der Dreh- und Angelpunkt im aktuellen HSG-Team. Darum wird der Kapitän am Samstagabend, wie bei jedem Meisterschaftsspiel bislang, als Letzter die Kabine verlassen und als Erster sein Team auf das Spielfeld führen: „Wir sind in dem Quartett der Aufstiegskandidaten vielleicht die Underdogs, eben das Team ohne große Namen und entsprechende Reputation im Deutschen Handball. Und wenn am Ende tatsächlich die drei anderen Teams besser sein sollten, dann ist das okay. Aber wir werden um unsere Chance kämpfen und uns nicht von irgendwelchen großen Vereinsnamen oder großen Zuschauerkulissen abschrecken lassen“.

Brüren freut sich auf 2500 Zuschauer in Krefeld

Görden wie auch Torjäger Kevin Christopher Brüren spielten schon in Eisenach vor 4000 Zuschauern in der 2. Liga. Aber die Glockenspitzhalle mit nahezu 2500 Zuschauern zu erleben, darauf freuen sich beide. Brüren sagt: „Ich spüre eine positive Anspannung, die Nervosität kommt bei mir erst einige Stunden vor dem Spiel. Aber mit dem Anpfiff blende ich dann alles aus.“ Jonas Vonnahme, eisenharter Abwehrspezialist, ist das einzige Nordlicht im Kader der Krefelder. Vor seinem Wechsel in die Seidenstadt spielte der 24-Jährige beim VfL Fredenbeck. „Ich kenne keinen Rostocker persönlich, weiß aber das einige aus Flensburg und Hamburg kommen, gegen die ich damals schon gespielt habe.“