HSG Krefeld: Neuer Trainer ist Arnar Gunnarsson

Arnar Gunnarsson : HSG Krefeld hat einen neuen Trainer

Der 41-jährige Isländer Arnar Gunnarsson ist neuer Trainer der HSG Krefeld – und leitet schon am Mittwoch das erste Training.

Arnar Gunnarsson ist neuer Trainer des Handball-Zweitligisten HSG Krefeld. Dies gab der Klub in einer Pressemitteilung bekannt, nachdem der 41-jährige am Dienstag seinen, für die zweite Liga gültigen Vertrag unterschrieben hatte.

Gunnarsson war laut HSG der „eindeutige Favorit“ auf die Nachfolge von Ex-Trainer Ronny Rogawska, der das Team nach dem Aufstieg überraschend verließ. Man sei sich mit dem Isländer schnell einig geworden – auch wenn die Mannschaft beim Trainingsauftakt noch von Co-Trainer Felix Linden betreut wurde.

Bereits am Mittwochabend wird der Isländer, der am Morgen aus Reykjavik anreist, sein neues Team zum ersten Mal in Augenschein nehmen. Nach nur drei Trainingseinheiten steht schon am Freitag, 19. Juli, das erste Testspiel auf dem Programm. In der Glockenspitzhalle trifft der Aufsteiger mit dem neuen Coach um 19 Uhr auf Ligakonkurrent TuSEM Essen.

Die Verpflichtung des Trainers fädelte HSG-Sportchef Stefan Nippes ein: „Ich verfüge über ein ziemlich breites Netzwerk im Handball und wurde so auf Arnar aufmerksam gemacht. Nach einigen Telefongesprächen und Videokonferenzen war er schnell ein heißer Kandidat für uns. Nach zwei Besuchstagen in Krefeld, wo ich ihm die Stadt, die Halle und die Trainingsmöglichkeiten gezeigt habe, hat sich dann die Verpflichtung immer mehr abgezeichnet.“

Laut Nippes ist Gunnarsson ein Spielerentwickler, der in seinem Heimatland schon etliche junge Akteure auf internationales Niveau gebracht hat. „Arnar lebt Handball und will so schnell wie möglich das HSG-Team trainieren und weiterbringen. Ich halte ihn fachlich für überragend und bin der Überzeugung, dass wir den besten Trainer für unseren Weg in der zweiten Liga gefunden haben.“ Gunnarsson bringt laut Nippes moderne Trainingsmethoden und Strukturen mit in die Seidenstadt, tritt dabei absolut professionell auf und wird für die meisten Spieler, vor allem im Trainingsaufbau, neue Wege bestreiten.

So soll die Anzahl der Trainingseinheiten gesteigert, das Training im Fitnessraum mit Hallenzeiten gekoppelt werden. Sportchef Nippes hofft, dass mit Gunnarsson Kontinuität auf dem Trainerposten des Zweitligisten einzieht. Denn mit Olaf Mast, Dusko Bilanovic und Ronny Rogawka ist der Isländer nun schon der vierte Coach in nur 20 Monaten. „Wir wollen mit der HSG perspektivisch was bewegen, dafür ist Arnar der richtige Mann.“

Der neue HSG-Coach machte sich in seinem Heimatland bei drei Erstligisten einen Namen, war zwischenzeitlich einmal in Norwegen tätig. Vorläufig wird Englisch als Amtssprache in die Kabine der Eagles einziehen, da Gunnarsson zwar ein wenig Deutsch versteht, aber kaum spricht. Noch in dieser Woche kann der Neu-Krefelder seine Wohnung beziehen. HSG-Geschäftsführer Thomas Wirtz ist nach dem Ende der vierwöchigen Trainersuche erleichtert: „Arnar ist unglaublich ehrgeizig und bis ins Detail akribisch. Er lebt und atmet Handball. Er ist der Trainer, den wir uns gewünscht haben. Er wird das Team als Ganzes sowie jeden Spieler verbessern.“

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