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HSG Krefeld kassiert achte Auswärtsniederlage

Handball : HSG Krefeld kassiert achte Auswärtsniederlage

Beim Weihnachtsgastspiel in Lübeck verkauft sich der Aufsteiger achtbar, verliert aber trotzdem.

Für ein Weihnachtsmärchen reichte es in der Lübecker Hansehalle für die HSG Krefeld am zweiten Weihnachtsfeiertag bei weitem nicht. Bei der 23:30 (9:13)-Niederlage gegen den VfL Lübeck-Schwartau verkaufte sich das Schlusslicht der 2. Handball-Bundesliga bei der bereits achten Auswärtsniederlage in Folge allerdings noch in einem vertretbaren Rahmen. Doch um den Bock in Form von Punkten auswärts endlich einmal umzustoßen, ist einfach mehr notwendig, als das Team des Trainerduos Felix Linden und Tim Gentges vor 2146 Zuschauern in der ausverkauften Hansehalle bot. So hält das Schlusslicht weiterhin abgeschlagen mit 2:34 Punkten die Rote Laterne und hat zehn Zähler Rückstand auf den 16. Tabellenplatz, der zumindest zur Abstiegsrelegation berechtigt.

Krefelder Abwehrchef kassiert früh zwei Zeitstrafen

Schon früh kassierte Abwehrchef Damian Janus zwei Zeitstrafen, wurde daher erst in der zweiten Hälfte wieder eingesetzt und musste zwangs-läufig das Match wegen der drohenden Roten Karte nach einer dritten Zeitstrafe von außen beobachten: „Hier war einfach mehr möglich, als mit sieben Toren zu verlieren. Wir haben bis zum 8:8 und 9:10 das Spiel offen gehalten. Doch die letzten Minuten vor dem Pausenpfiff haben wir einfach ganz schlecht gespielt und sie entsprachen nicht dem Spielverlauf. In der zweiten Hälfte stand die Abwehr wieder gut aber dann machen wir im Angriff eindeutig zu viele Fehler.“ Zwölf Fehlwürfe und technische Fehler allein in der ersten Hälfte standen zu Buche, dagegen aber sechs gute Paraden des wieder einmal überragenden ungarischen Torhüters Norman Toth. Die Krefelder hatten in der Hinrunde selten eine so gute Halbzeitbilanz. Doch gegen die zunächst wahrlich nicht überzeugenden Gastgeber, fehlte es eben in den entscheidenden Situationen an Kaltschnäuzigkeit und Cleverness. Die Nadelstiche in Form von gut ein-studierten Angriffen fehlten einfach.

Doch Interimstrainer Tim Gentges sieht nicht schwarz: „Wir haben nach dem Trainerwechsel wieder einen Schritt nach vorn getan, haben nicht aufgesteckt. Leider hatten wir zwei Phasen in jeder Hälfte mit zu vielen technischen Fehlern. Das Ergebnis mit sieben Toren Unterschied spielt nicht die Kräfteverhältnisse wieder. Aber wir entwickeln uns langsam weiter.“ Zügig verstreute sich das HSG-Team nach dem Spiel in Lübeck in alle Winde, allein Sportchef Stefan Nippes blieb zurück: „Vielleicht gelingt es uns noch bis zum Jahresende personelle Entscheidungen zu treffen, wie immer die aussehen mögen.“ Der 33-Jährige findet scheinbar an der Inte-rimslösung mit Gentges und Linden als Trainer Gefallen.