HSG Krefeld entlässt Trainer Arnar Gunnarsson

Handbal-Zweitligist : HSG Krefeld beurlaubt Trainer Gunnarsson

Co-Trainer Felix Linden und Kapitän Tim Gentges übernehmen Verantwortung.

Die HSG Krefeld, Schlusslicht der 2. Handball-Bundesliga, und Trainer Arnar Gunnarsson gehen getrennte Wege. Zwei Tage nach der 18:28-Heimniederlage gegen die HSG Konstanz musste der 41-Jährige seinen Hut nehmen. Nur fünf Monate verbrachte der Isländer in Krefeld. Sportchef Stefan Nippes sagt: „Es ist eine sehr schwere Entscheidung, sich von einem Trainer zu trennen. Aber die sportliche Lage ist im Moment so, dass wir einfach eine Veränderung vornehmen müssen. Wir haben mehr als zwei Punkte aus 16 Spielen erwartet. Der Auftritt im Spiel gegen Konstanz hat uns keine Wahl gelassen.“

Zunächst werden Co-Trainer Felix Linden und Kapitän Tim Gentges als Gespann das Training leiten. Die Mannschaft hatte am Montag trainigsfrei. Stefan Nippes sucht bereits einen Nachfolger: „Wir werden uns die Zeit nehmen, die wir brauchen, es wird keinen unüberlegten Schnellschuss geben.“ Nippes erwartet nun ein Zusammenrücken des gesamten Teams. Damit folgen die Krefelder den im Sport üblichen Gesetzen; allein dem Ex-Coach jedoch nun die Schuld für die sportliche Misere von 2:30 Punkten in die Schuhe zu schieben, wäre unfair.

Schon der Beginn der Saison stand unter keinem guten Stern. Die späte Kündigung von Ex-Trainer Ronny Rogawska warf alle Planungen über den Haufen. Der schwere Kreuzbandriss von Linksaußen Max Zimmermann nach zwei Minuten im ersten Zweitligaspiel der Vereinsgeschichte leitete dann eine Verletzungsmisere ein, von der sich die Krefelder nie mehr so richtig erholen sollten.

Abgeschlagen mit neun Punkten liegt der ehemalige Drittligameister schier aussichtslos im Kampf um den Klassenerhalt zurück und genau daran wurde Gunnarsson nun gemessen. Den HSG-Verantwortlichen Thomas Wirtz, Stefan Nippes und Andre Schicks steht kein ruhiger Jahreswechsel ins Haus. Bis zur Fortsetzung der Rückrunde mit dem Auswärtsspiel in Rimpar am 1. Februar benötigt der Aufsteiger fast einen generalüberholten Kader.