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HSG erhält schmerzhafte Lehrstunde

Handball : HSG erhält schmerzhafte Lehrstunde

Der Handball-Drittligist ist nach einer 21:35-Niederlage gegen Hagen aus dem Aufstiegsrennen

Der Traum der HSG Krefeld Niederrhein von zwei perfekten  Play-off-Spielen um den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga ist bereits im ersten Anlauf wie eine Seifenblase geplatzt. Bei der krachenden 21:35-Niederlage gegen Eintracht Hagen offenbarten die Gastgeber vor allem in der zweiten Hälfte einen Klassenunterschied. Die verantwortlichen HSG-Gesellschafter Simon Krivec und Thomas Wirtz können gemeinsam mit Geschäftsführer Andre Schicks, Sportchef Stefan Nippes und Trainer Maik Pallach jedenfalls ab sofort mit Hochdruck die Planungen für die nächste Drittligasaison in Angriff nehmen.

Denn an ein Wunder glauben selbst kühnste Optimisten nicht mehr. Das Rückspiel am Samstag, 29. Mai, um 19 Uhr in Hagen gestaltet sich somit als ein Betriebsausflug zum Saisonausklang. Dabei fanden die Krefelder in der ersten Hälfte sehr gut ins Spiel, führten in der zwölften Minute durch Kevin Christopher Brüren schon mit 5:2. Aber die Hagener Abwehr legte anfängliche Schwächen ab, zumal Ex-Bundesligaprofi Alexander Becker nach einer Verletzung überraschend doch auf dem Spielfeld stand.

Auf der anderen Seite schwand dagegen mehr und mehr die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. So wurde Robin Schoenaker wegen Schulterproblemen nur in der Abwehr eingesetzt, Oliver Milde und Matija Mircic auf der halblinken wie Maik Schneider und Kevin-Christopher Brüren auf der halbrechten Seite liefen sich im Laufe der Begegnung immer häufiger in der Gäste-Abwehr fest. Marijan Basic mit einer Oberschenkelverletzung und Rechtsaußen Mike Schulz mit einer Grippe waren erst gar nicht dabei.

So bauten die Gäste die Führung auf 15:11 aus, gleich nach dem Seitenwechsel kam die HSG durch Nick Braun noch einmal auf 13:16 heran, doch dann riss der Faden. Nach einer übermotivierten Fußabwehr von Rechtsaußen Steffen Hahn bestrafte Hagen die Unterzahl der Krefelder mit zwei schnellen Toren zum 21:15. Nach sechs weiteren Fehlwürfen und Abspielfehlern war das Spiel mit dem 25:15 für Hagen schon entschieden.

Carlos Marquis war bedient: „Das war eine charakterlose Leistung. Sich so vermöbeln zu lassen und nach 40 Minuten bereits das Spiel aufzugeben, das darf einfach nicht passieren.“ Trainer Pallach rang nach Fassung: „In der ersten Hälfte haben wir sicherlich die bislang beste Saisonleistung gezeigt, doch das Spiel spiegelt sehr deutlich das Leistungsniveau wider. Viele Spieler sind nicht bereit, dagegen zu halten. Uns fehlt vor allem ein Anführer, wie Hagen ihn mit dem überragenden Valtin Schmidt in seinen Reihen hat.“