Handball BHC belohnt sich mit Sieg

Wuppertal · Der BHC hat sich beim Turnier um den Linden-Cup auf die kommende Bundesliga-Saison vorbereitet.

 David Schmidt - hier eine Szene aus dem Testspiel gegen Gummersbach - behielt im letzten Spiel des Linden-Cups gegen Melsungen den Überblick und erzielte den vorentscheidenden Treffer zum 29:27.

David Schmidt - hier eine Szene aus dem Testspiel gegen Gummersbach - behielt im letzten Spiel des Linden-Cups gegen Melsungen den Überblick und erzielte den vorentscheidenden Treffer zum 29:27.

Foto: Fischer, Andreas H503840

Die Vorfreude auf eine stimmungsvolle Saison ist groß, doch die Vorbereitung lief beim BHC sportlich bislang nicht optimal. Speziell die 25:27-Niederlage gegen Zweitligist TV Hüttenberg zum Auftakt des Linden-Cups hatte die Handballer geärgert. Gegen die HSG Wetzlar verloren die Bergischen am Freitag knapp mit 23:24, bevor es zum Abschluss einen 30:27 (15:11)-Sieg gegen die MT Melsungen gab.

2018 und 2019 hatte der Bergische HC den Linden-Cup gewonnen. Dass es diesmal nicht reichen würde, war nach der 23:24-Niederlage gegen die HSG Wetzlar klar. „Trotzdem war es wichtig, dass wir das Turnier mit einem Sieg beendet haben“, sagte Trainer Sebastian Hinze. Man habe ähnlich gut gespielt wie gegen Wetzlar, aber es fühle sich natürlich viel besser an, wenn man dafür auch belohnt werde.

 David Schmidt, der seine Leistung über das Turnier hinweg steigerte, hatte in der Schlussphase bei angezeigtem Zeitspiel keinen Pass mehr zur Verfügung. Der Linkshänder warf gegen die in diesem Moment zu defensive Melsunger Abwehr und traf zur Vorentscheidung - 29:27. Kurz darauf gewannen die Löwen in der Abwehr den Ball, den Emil Hansson per Konter zum Endstand versenkte. „Wir haben darüber gesprochen, was wir in der Crunchtime besser machen müssen“, meinte Hinze. „Das hatten wir schon gegen Wetzlar umgesetzt, aber da fehlte die Effektivität im Abschluss. Gegen Melsungen ist es jetzt anders gelaufen – wobei man anerkennen muss, dass der Gegner zwei klare Bälle liegenlässt.“

Dass der Erfolg dem Selbstvertrauen hilft, gilt insbesondere, da die Mannschaft in der intensiven Woche zuvor dreimal verloren hatte. „Wir befinden uns in einem Prozess“, sagte Hinze. „Da ist es ganz wichtig, dass die Spieler überzeugt sind, auf dem richtigen Weg zu sein. Ich habe in jedem Spiel einen Fortschritt gesehen.“

Im Vordergrund steht eine Veränderung im Grundsystem der Abwehr, zu der eine neue sehr offensive Variante gekommen ist, die die Mannschaft nur gegen den TV Hüttenberg ausprobiert hat. „Insgesamt ist die Abwehrarbeit noch intensiver geworden. Und im Tempospiel gibt es auch ein paar Veränderungen. Das läuft nun häufiger über die Außenpositionen“, so Hinze.

Gegen Melsungen präsentierten sich die Löwen vor allem in der ersten Halbzeit stark. Die Deckung stand ordentlich mit Torhüter Tomas Mrkva dahinter, im Positionsangriff nutzte die Mannschaft viele Gelegenheiten. Die Rückraum-Rechtshänder Fabian Gutbrod, Lukas Stutzke und Alexander Weck trafen in den ersten 30 Minuten zusammen siebenmal. „Das Tempospiel war ordentlich, aber nicht ganz so stark wie gegen Wetzlar“, meinte der Trainer.

„In der zweiten Hälfte haben wir defensiv Fehler gemacht – sowohl im System als auch individuell. Vorne waren es ein paar technische Nachlässigkeiten zu viel.“ Die MT glich zum 20:20 aus. So blieb der BHC – wie gegen Hüttenberg und Wetzlar – bis zum Schluss auf Augenhöhe, hatte diesmal aber das bessere Ende für sich. Eine starke Leistung zeigte Lukas Stutzke, der mit fünf Toren erneut erfolgreichster BHC-Schütze war. „Sehr gut“, fand Hinze die Turnierleistung des 23-Jährigen. „Er hat auch in der Abwehr im Zentrum und auf der Halbposition gut agiert. Unser System passt hervorragend zu ihm.“ Eine Viertelstunde agierten die Löwen zudem mit Alexander Weck statt Tomas Babak auf der Mittelposition, da Linus Arnesson erneut aus privaten Gründen nicht zur Verfügung stand.