Bergischer HC Ideale Bedingungen für den BHC in Austria

Im Trainingslager im österreichischen Köflach bereiten sich die Handballer auf die Saison vor.

Bergischer HC: Ideale Bedingungen für den BHC in Austria
Foto: Thorsten Hesse

Köflach. Die Steiermark ist seit Samstagvormittag die sportliche Heimat des Bergischen HC. In der Frühe um 6.15 Uhr ging es mit dem Flieger von Köln nach Klagenfurt, von dort aus nahmen die Zweitliga-Handballer in Kleinbussen Kurs auf Köflach. Eine Stunde dauerte diese Fahrt, ehe man dort war, wo man schon zwei Trainingslager mit Erfolg als Erstligist absolviert hat. „Wir haben mit der Halle, dem Kraftraum und den Laufstrecken ideale Bedingungen“, schwärmt Sebastian Hinze, der sich sehr auf die Tage in Österreich freut , kann er nach vielen Pflichtterminen endlich hochkonzentriert arbeiten.

Schlecht war aber auch die vergangene Woche nicht, als man mit komplettem Aufgebot von Montagmorgen bis Freitagmittag trainierte. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Diagnostik an der Bergischen Universität Wuppertal. „Sicherlich gibt es auch ausbaufähige Sachen, aber insgesamt bin ich zufrieden“, meinte der Coach, nachdem er erste Daten erhalten hatte. Unter Berücksichtigung der Verletzungsproblematik aus der vergangenen Saison dienen sie dazu, das Training effektiv und individuell zu steuern.

„In den ersten zehn Tagen habe ich den Eindruck gewonnen, dass alle Gas geben, wenngleich im athletischen Bereich Potenzial vorhanden ist“, sagt Sebastian Hinze, aus dessen Sicht bislang alles so verlaufen ist wie vorgestellt. 15 Profis hat der BHC aktuell unter Vertrag — allesamt sind sie in der Alpenrepublik dabei. Auch aus dem Unterbau ist ein Spieler berücksichtigt worden: Jonas Dell. „Ich habe die Idee, ihn in der Abwehr einzubauen. Schließlich müssen wir auch einen neuen Innenblock formieren“, hat Hinze klare Vorstellungen.

Unterstützt wird er in der intensiven Trainingsarbeit von Markus Pütz, dem Erfolgscoach der B-Jugend. Gemeinsam mit Jugendkoordinator Christoph Rath steuerte Pütz einen Kleinbus samt aller benötigten Utensilien Richtung Austria. 15 Stunden nahm die 1059 Kilometer lange Anreise in Anspruch. Ebenso wie die beiden sind Betreuer-Ikone Siegfried Knapik, Physiotherapeut Carsten Walonka und der Sportliche Leiter Viktor Szilagyi mit vor Ort. Nach einem Willkommens-Brunch im Hotel stand die erste Einheit auf dem Programm. Ein acht Kilometer langer und intensiver Lauf führte das Team quer durch das Gebiet der Lipizzaner des Gestüts Piber. „Die Mannschaft ist trotz der wohl anstrengendsten Phase der Saison voller Tatendrang“, hat Viktor Szilagyi erkannt und verteilte direkt ein Lob an die Organisatoren um Didi Peissl. „Wir haben perfekte Bedingungen.“

Der Samstag hielt ansonsten noch das obligatorische Fußballspiel zwischen klar siegreicher Auswahl Jung und Alt bereit, so richtig ernst wurde es am Sonntag: Gleich zwei zweistündige Einheiten waren angesetzt. Innenblock bis Gegenstoß: Es gibt eine Menge zu tun „Wir wollen hier die handballtaktische Grundlage für die kommende Saison legen“, weiß der Trainer, dass er einen umfangreichen Aufgabenkatalog abarbeiten muss.

Neben dem neu zu gestaltenden Innenblock geht es generell darum, die Idee vom Abwehrspiel reifen zu lassen und umzusetzen. Das Gegenstoß-Verhalten und die Kooperation im Angriff bilden weitere Schwerpunkte. Der Umfang des Trainings wächst folglich bis Freitag, die Intensität wird indes angepasst und etwas heruntergefahren. Zumal auch noch zwei Freundschaftsspiele ausgetragen werden sollen. Am Samstag erfolgt die Rückreise, am Sonntag ist frei - bis dahin ist noch viel Arbeit erforderlich. Und etwas Abwechslung mit dabei, dafür haben Sebastian Hinze & Co. gesorgt. Auch das gehört dazu, vollends zueinander zu finden.

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