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Fußball: Wuppertaler SV zeigte in Hannover neue Qualitäten

Handball-Bundesliga : WSV zeigte neue Qualitäten

Fußball-Regionalligist tritt beim 7:1 im Test beim HSC Hannover erfrischend auf.

Als hätte es die Turbulenzen der vergangenen Tage nie gegeben, hat West-Regionalligist Wuppertaler SV am Samstag ein Klasse-Testspiel gegen Nord-Regionalligist HSC Hannover hingelegt. Auf dem Kunstrasenplatz der Leibnitz-Universität erteilten die Wuppertaler den Gastgebern, die Schlusslicht in ihrer Liga sind, beim 7:1 (4:1) eine Lehrstunde in Sachen Konterfußball und holten sich eine Woche vor dem voraussichtlichen Meisterschaftstart in Dortmund eine Menge Selbstvertrauen.

Pascal Bieler, nach dem Abschied von Cheftrainer Alexander Voigt Interimstrainer, und Thomas Richter, nach der Demission von Karsten Hutwelker neuer Sportdirektor, hatten an der Seitenlinie ihre Freude an den gradlinigen und pfeilschnellen Angriffszügen, die der WSV gegen die dafür anfälligen Hannoveraner zeigte. Und sie konnten deutlich beobachten, dass die Mannschaft mit den fünf Winterzugängen einiges an Qualität gewonnen hat.

Marzullo und Studtrucker
harmonieren hervorragend

Marwin Studtrucker und Stamm-Mittelstürmer Gianluca Marzullo, früher in Bielefeld schon Sturmpartner, verstanden sich hervorragend. Marzullo durfte sich am Ende auch dank starker Vorbereiter über vier Tore freuen. „Das ist für einen Stürmer natürlich toll, das passt mit Studi, wir kennen die Abläufe ja noch von früher“, meinte er, als er nach 76 Minuten zum Duschen durfte.

Zwar war Hannover nach 15 Minuten in Führung gegangen, als die WSV-Abwehr einen Eckball schlecht verteidigte, doch der WSV brauchte nicht lange, um zu antworten. Marzullo, Studtrucker und noch zweimal Marzullo stellten das Ergebnis bis zur Pause auf 4:1 für den WSV, der außerdem noch einen Pfostenschuss durch Tolga Cokkosan verzeichnete und neben Tempo auch Spielwitz an den Tag legte. Da blühte beispielsweise auch Daniel Grebe neben den fleißigen Joey Müller und Neuzugang Yannick Geisler im Mittelfeld auf.

Nach der Pause wurde Hannover etwas giftiger, kam der WSV nicht mehr so häufig zu eigenen Angriffen. Doch die, die kamen, saßen dann auch zumeist. So erhöhten Grebe, noch einmal Marzullo und Beyhan Ametov bis zum Ende noch auf 7:1. Sensationell wie Studtrucker das 5:1 vorbereitete, als er in der Luft einen scharfen Ball mit der Hacke annahm, verarbeitete und weiterleitete. Positiv auch der Einsatz von Viktor Maier, der nach seiner langen Pause wegen Kreuzbandrisses für eine halbe Stunde stürmen durfte und sich schon wieder flink präsentierte.

Baldige Entscheidung in
der Trainerfrage angekündigt

„Beim Ligastart nächste Woche in Dortmund wird es ein ganz anderes Spiel, doch es ist schön, dass wir heute gewonnen haben und dass jeder Spieler hier etwas Positives für sich mitnehmen konnte“, sagte Interimstrainer Pascal Bieler nachher. Für ihn war es ein perfektes Wochenende, hatte er am Abend zuvor doch mit der A-Jugend bei Bundesliga-Konkurrent Oberhausen ein Testspiel mit 4:0 gewonnen.

Eine Entscheidung in der Trainerfrage kündigte Sportdirektor Thomas Richter in Kürze an, meinte vielsagend: „Ich bin kein Freund großer Veränderungen, und davon hat es hier in den vergangenen Tagen ja auch schon genug gegeben.“

Bleibt zu hoffen, dass Ali Ceylan nicht schwerer verletzt ist. Er wurde bei der Vorbereitung des 4:1 von Hannovers Torwart abgeräumt und knickte dabei um. Lukas Knechtel (Adduktorenprobleme) und Kevin Pytlik (Fußprellung) fehlten ebenso wie Daniel Nesseler, der mit Leistenproblemen schon länger ausgefallen ist. Immerhin hat der WSV personell nun neue Möglichkeiten, wie sich am Samstag deutlich zeigte.